FSV Zwickau: Enochs' mutige Wechsel werden belohnt

Zwickau - Joe Enochs traf beim 2:0-Heimsieg gegen Carl Zeiss Jena voll ins Schwarze. Der FSV-Coach entschied sich für drei Neue in der Startelf, die allesamt einschlugen. Als Jena aufbegehrte, schickte er zwei Wechsler ins Spiel, die den Deckel draufschweißten.

Bekam nach der Partie viele Glückwünsche: FSV-Trainer Joe Enochs.
Bekam nach der Partie viele Glückwünsche: FSV-Trainer Joe Enochs.  © Picture Point / Gabor Krieg

Gratulanten gab es nach dem Derbysieg zuhauf. Vier sind für Familienmensch Enochs besonders wichtig gewesen. Mutter Beatrice schrieb sofort nach Abpfiff und beglückwünschte ihren Filius zu "drei wichtigen und verdienten Punkten".

Joes Geschwister Mike und Lori meldeten sich per WhatsApp aus Phoenix (Arizona), wo Loris Sohn Spencer mit der Arizona State University ein wichtiges Baseball-Spiel bestritt. Tochter Emily gratulierte von ihrer Uni im kalifornischen Sacramento aus.

In Zwickau erntete Enochs nach dem Derbysieg ebenfalls Lob. Dabei sorgte die Nichtnominierung von Kevin Hoffmann vor Anpfiff noch für so manches Stirnrunzeln.

Gegen Karlsruhe agierte Hoffmann hinter den Spitzen, erzielte beim 1:1 gegen den Aufstiegsaspiranten das zwischenzeitliche 1:0. Nun kehrte der Ex-Jenaer Davy Frick auf die Doppelsechs zurück und Mike Könnecke rückte auf die Hoffmann-Position vor.

Dazu ersetzte Nils Miatke Alexandros Kartalis auf Linksaußen und Nico Antonitsch kam für Anthony Barylla (Grippe) in die Dreierkette zurück.

Ronny König (l.) gratuliert den beiden Wechslern Kevin Hoffmann (M.) und Tarsis Bonga. Hoffmann bereitete den Treffer von Bonga mustergültig vor.
Ronny König (l.) gratuliert den beiden Wechslern Kevin Hoffmann (M.) und Tarsis Bonga. Hoffmann bereitete den Treffer von Bonga mustergültig vor.  © Picture Point / Gabor Krieg

"Die Idee dahinter besteht daraus, aktiv Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Halle hatte mit der Dreierkette gegen Jena Vorteile. Gleichzeitig stand Jena da sehr tief und ließ den Gegner spielen.

Deswegen lag bei uns der Fokus darauf, die sich daraus ergebenden Räume zu nutzen", beschreibt Enochs das Kalkül bei der offensiveren Aufstellung von Könnecke.

Die Hereinnahme von Miatke und Frick musste Enochs nach deren kongenialer Koproduktion zum 1:0 nicht groß rechtfertigen: "So spielt der Fußball."

Das dachte sich auch Jena und investierte nach der Pause deutlich mehr ins eigene Angriffsspiel.

Spätestens als Johannes Brinkies gegen Einwechsler Phillip Tietz die Null festhielt (76.), musste Enochs für Entlastung sorgen. Tarsis Bonga kam, sah in der 83. Spielminute das Zuspiel vom zwölf Minuten zuvor eingewechselten Hoffmann und "siegte".

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