FSV-Neuzugang Sinan Tekerci muss eine Schippe drauflegen

Der Blick von FSV-Trainer Torsten Ziegner (h.) sagt alles: Er war mit Sinan Tekerci nicht zufrieden.
Der Blick von FSV-Trainer Torsten Ziegner (h.) sagt alles: Er war mit Sinan Tekerci nicht zufrieden.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Zwickau - Drei Tage nach der unnötigen 0:1-Niederlage im Lokalderby gegen den Chemnitzer FC ist beim FSV Zwickau immer noch Wundenlecken angesagt - auch bei Sinan Tekerci. Der Neuzugang blieb blass.

Die Rot-Weißen verschliefen am Sonntag die ersten 20 Minuten komplett, fingen sich in der 7. Minute ein unglückliches Gegentor und rannten in der verbleibenden Spielzeit dem Rückstand hinterher.

FSV-Chefcoach Torsten Ziegner haderte im Anschluss an die Partie insbesondere mit seinen Offensiv-Akteuren. Er betonte: "Was uns dort fehlte, war die Killermentalität, mit dem Ball ins Tor reinzufliegen, das Tor unbedingt zu wollen."

Nicht ausgenommen von dieser Kritik war auch Linksaußen Sinan Tekerci. Der 23-jährige wechselte erst in der Sommerpause von Dynamo Dresden zu den Westsachsen und gilt als dribbelstarker Flügelflitzer mit Torriecher.

Dribbelstark, ballgewandt, aber auch zu verspielt: Sinan Tekerci trennte sich häufig einfach zu spät vom Ball.
Dribbelstark, ballgewandt, aber auch zu verspielt: Sinan Tekerci trennte sich häufig einfach zu spät vom Ball.  © Picture Point/Kerstin Kummer

In Chemnitz hingegen erwischte er nicht seinen besten Tag.

Zwar zeichnete ihn auch im Derby seine Schnelligkeit und Dribbelstärke aus, allerdings führten seine Aktionen oft zu nichts. Er trennte sich häufig zu spät vom Ball, fand so keine Abnehmer. Trainer Ziegner schickte ihn in der 58. Spielminute unter die Dusche - berechtigt.

Tekerci selbst sah die Partie wie folgt: "Chemnitz hat das anfangs gut gemacht und hoch gepresst. Als wir in der zweiten Hälfte auch angefangen haben Fußball zu spielen, haben wir das Spiel dominiert."

Die Richtung für das Heimspiel am Sonnabend gegen die Sportfreunde Lotte ist daher für ihn klar: "Wir wollen so spielen, wie es uns Spaß macht – mit viel Ballbesitz, wie wir es am Ende gegen Chemnitz gemacht haben. Und wenn wir so weiterspielen, werden wir auch unsere Siege holen."

Dafür muss er sich aber gehörig steigern...


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