Schwammige Hand-Regel bringt FSV Zwickau um den Sieg

Zwickau - Mit weiteren Leistungen wie bei der Köln-Pleite drohte der FSV Zwickau vollends abzuschmieren. Deswegen fielen klare Worte. Denen folgten Dienstagabend Taten. Das 1:1 im Heimspiel-Nachholer gegen Aufstiegskandidat Karlsruher SC war eine 180-Grad-Wende zu den vorher gezeigten Leistungen.

Alle Diskussionen halfen nichts. Lion Lauberbach (verdeckt) sah von Schiedsrichter Wolfgang Haslberger Gelb für sein Handspiel im Strafraum. Den Elfmeter nutzte Anton Fink zum 1:1.
Alle Diskussionen halfen nichts. Lion Lauberbach (verdeckt) sah von Schiedsrichter Wolfgang Haslberger Gelb für sein Handspiel im Strafraum. Den Elfmeter nutzte Anton Fink zum 1:1.  © Picture Point /Gabor Krieg

"Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt, nämlich unser Gesicht, mit sportlich fairem, aber harten Fußball", meint FSV-Keeper Johannes Brinkies zu Zwickaus Energieleistung.

Exemplarisch dafür stand eine Szene in der ersten Halbzeit. KSC-Mann Kyoung Rok Choi zog knapp am 16er ab und sofort warfen sich Toni Wachsmuth und Morris Schröter in den Ball.

Mit vereinten Kräften hielt der FSV den Badenern stand und ging nach 44 Minuten durch Kevin Hoffmann gar in Führung.

Die hätte wohl auch bis zum Abpfiff Bestand gehabt, wenn Schiedsrichter Wolfgang Haslberger in der 65. Minute nicht auf Handelfmeter entschieden hätte. Eine strittige Szene!

Lion Lauberbach stellte sich dem Schuss von David Pisot in den Weg, ruderte mit dem rechten Arm und bekam den Ball an den angewinkelten linken Unterarm.

"Durch so einen Elfmeter den Ausgleich zu bekommen, ist bitter. Leider ist die Regelung da sehr schwammig. Wenn man aus einem Meter angeschossen wird, kann von Absicht oder bewusster Vergrößerung der Körperfläche keine Rede sein", urteilt FSV-Kapitän Toni Wachsmuth.

Nun müssen die Westsachsen mit der Entscheidung leben - und das können sie nach den letzten Ergebnissen trotzdem ganz gut. "Der Punkt hilft. Vielmehr noch die Tatsache, dass wir gezeigt haben, wie es besser geht und, dass wir verstanden haben worum es für uns geht", bestätigt Wachsmuth.


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