Platz 18! Herr Ziegner, braucht der FSV jetzt einen Psychologen?

Muss derzeit viele Fragen zur sportlichen Situation beantworten: Zwickaus Trainer Torsten Ziegner. Auch zur Hilfe eines Psychologen wurde er befragt.
Muss derzeit viele Fragen zur sportlichen Situation beantworten: Zwickaus Trainer Torsten Ziegner. Auch zur Hilfe eines Psychologen wurde er befragt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Zwickau – „Wir befinden uns in einer misslichen Lage, aus der wir nur gemeinsam wieder rauskommen“, weiß FSV-Innenverteidiger Nico Antonitsch.

Der Österreicher hatte die erste Negativserie des FSV Zwickau Anfang der Saison nicht miterleben müssen, besaß nach seiner Verpflichtung Ende August aber maßgeblichen Anteil daran, dass diese in Münster durchbrochen wurde und es spürbar bergauf ging.

Nach sieben Partien mit vier Siegen und zwei Remis, bei nur einer Niederlage gegen Ligaprimus Paderborn, zeigt die Formkurve seit Ende Oktober wieder steil nach unten.

Binnen vier Spieltagen hat man neun Plätze eingebüßt und befindet sich mit 16 von 51 möglichen Punkten auf Abstiegsplatz 18.

„Fußball ist eine Kopfsache. Da hilft es nur, den Kopf oben zu behalten und Punkte, Punkte, Punkte zu holen“, so Antonitsch.

Zwickaus Nico Antonitsch (l.) ist vor Wiesbadens Torschützen Patrick Breitkreuz am Ball. Das war im Spiel nicht immer so.
Zwickaus Nico Antonitsch (l.) ist vor Wiesbadens Torschützen Patrick Breitkreuz am Ball. Das war im Spiel nicht immer so.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Allerdings nagt der Negativtrend mit vier Pleiten am Stück am Selbstvertrauen, wie Ronny König berichtet:

„Wo es gut lief, hat vieles geklappt, kamen auch die Standards. Jetzt, wo niemand mehr großes Selbstvertrauen hat, kommen sie eben nicht mehr so gut.“

Vielleicht gelingt die Trendwende mithilfe unorthodoxer Hilfsmittel. Müssen die Westsachsen einen Sportpsychologen bemühen? „Grundsätzlich habe ich nichts gegen solche Maßnahmen.

Die Frage ist, was es hilft?“, gibt Torsten Ziegner zu bedenken.

Der Fußballlehrer sieht sich vielmehr selbst als „Motivationscoach“ gefordert: „In positiven und negativen Situationen ist es wichtig, immer sachlich zu bleiben. Nach Siegen ist nicht immer alles toll, nach Niederlagen aber auch nicht alles Mist.“c


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