Zwei Sonntagsschüsse zum Freitagabend: FSV gibt Würzburg ordentlich Pfeffer

Würzburg - Der FSV Zwickau hat sich bei den kriselnden Würzburger Kickers aus dem Formtief geschossen und wie! Dank zweier "Sonntagstore" von Julius Reinhardt und Mike Könnecke kamen die Westsachsen vor 5035 Zuschauern zu einem 2:0 (2:0) - dem ersten Drittligasieg seit Ende September.

Selbst mit Maske behielt FSV-Kapitän Toni Wachsmuth den vollen Durchblick.
Selbst mit Maske behielt FSV-Kapitän Toni Wachsmuth den vollen Durchblick.  © Picture Point / Gabor Krieg

Das erste Hallo wach gab es nach rund einer Viertelstunde. Kickers-Torwart Leon Bätge verschätzte sich bei einer kurz ausgeführten Ecke von Alexandros Kartalis, sodass der Ball Toni Wachsmuth im Rückraum vor die Füße fiel.

Der Kapitän ging volles Risiko und schoss volley über die Querlatte (14.). Auf der Gegenseite rettete Kartalis vor dem einschussbereiten Dominic Baumann (18.).

Würzburg schnürte Zwickau nun in der eigenen Hälfte ein und drückte auf die Führung. Da stockte einem gleich mehrfach der Atem.

Die Kickers konnten den Belagerungsring nicht lange aufrecht erhalten, weil der FSV energisch auf die zweiten Bälle ging. Das konsequente Störfeuer war genau das richtige Mittel, um Würzburg schmerzhafte Ballverluste beizubringen.

Der Ex-Auer Simon Skarlatidis verhedderte sich in der eigenen Spielhälfte. Julius Reinhardt kam an den Ball, registrierte, dass Bätge zu weit vor seinem Tor stand und zog aus 35 Metern einfach Mal ab - 1:0 (21.).

Nach dem Treffer von Mike Könnecke (rechts) wird gejubelt. Ronny König (links) winkt sogar ins Publikum.
Nach dem Treffer von Mike Könnecke (rechts) wird gejubelt. Ronny König (links) winkt sogar ins Publikum.  © Picture Point / Gabor Krieg

Schon in der Vorwoche gegen Unterhaching war der "Scharfschütze" aus der Distanz erfolgreich gewesen.

Die geschockten Gastgeber leisteten sich gleich den nächsten Bock. Lion Lauberbach luchste Daniel Hägele den Ball ab und steckte quer zu Mike Könnecke.

Der ging noch ein paar Meter, legte sich das Leder auf den linken Schlappen und traf aus 18 Metern an die Lattenunterkante und rein (25.).

Bisher hatten es die Zwickauer noch nicht so mit Führungen. Nur in drei von zehn Fällen gingen sie in dieser Spielzeit nach einem 1:0 auch als Sieger vom Platz.

Warum nur, fragte man sich, denn was die Enochs-Elf in Würzburg anbot, wie sie sich in die Bälle warf, Abschlüsse abblockte, zieht jedem Gegner letztlich den Zahn.


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