Von Erleichterung keine Spur: SCP-Trainer macht weiter Druck

Nach dem Last-Minute-Siegtor war die Freude bei den Profis des SCP groß.
Nach dem Last-Minute-Siegtor war die Freude bei den Profis des SCP groß.

Paderborn - Am Freitag gewann der SC Paderborn nach einem Traumtor von Aykut Soyak 1:0 gegen Fortuna Köln (TAG24 berichtete). Das Tor fiel in der letzten Minute, der Rest vom Spiel hat dem SCP-Trainer Steffen Baumgart aber nicht zwingend gefallen.

"Mit den Siegen kann man zufrieden sein, mit den Punkten auch. Aber es gibt natürlich viel zu tun und wir wissen, das jedes Spiel eng war. Wir hatten jetzt keine klaren Situationen, die Spiele hätten auch alle in die andere Richtung kippen können", sagte der 45-Jährige in der Neuen Westfälischen.

Das Spiel in Köln sei ein typisches Duell auf Augenhöhe gewesen: "Da waren viele Sachen, die uns gefallen haben. Ich glaub, wir haben insgesamt wenig Torchancen zugelassen, aber wir haben jetzt auch nicht so gespielt, dass wir eine Überlegenheit hatten", so Baumgart.

"Es ist eine Qualität in der Mannschaft. Jetzt müssen wir sie einfach abrufen und da gibt es immer eine Reihenfolge: Erst laufen, kämpfen und dann Fußball. Und das versuchen die Jungs umzusetzen und deswegen hoffe ich, dass wir jetzt laufen und kämpfen und nach und nach auch besser Fußball."

Mittlerweile steht der SCP wieder über der direkten Abstiegszone, aber Baumgart kann nicht entspannen: "Der Druck vom Trainer ist der gleiche wie unter dem Strich. Wir sind jetzt auch nicht in irgendeiner Stimmung, dass wir erleichtert sind oder nicht. Wir wissen, ab jetzt sind wir für uns noch mehr verantwortlich."

Nur das Ergebnis stimmte: Baumgart war mit dem Spiel in Köln aber nicht zufrieden.
Nur das Ergebnis stimmte: Baumgart war mit dem Spiel in Köln aber nicht zufrieden.

"Am Ende muss man wirklich sagen: Wir wollen ja alle dasselbe. Die, die unten auf dem Rasen stehen wollen genau dasselbe, wie die, die oben zugucken.

Und da wollen wir natürlich auch ansetzen. Wir wissen auch, dass von uns ein Funke übergehen kann. Wir können ja nicht erwarten, dass die Zuschauer anfangen, sondern wir müssen Leistung bringen", beurteilt der 45-Jährige das Verhalten der Fans.

Aber auch bei denen dürfte noch keine Erleichterung eintreten: "Genau das ist ja das Problem. Es ist ja nichts abgefallen, sondern wir sind in der guten Situation, es jetzt selbst in der Hand zu haben. Wir haben jetzt zwei Heimspiele vor der Brust."

Mit dem FSV Zwickau kommt am Samstag (14 Uhr) die beste Rückrunden-Mannschaft an die Pader, eine Woche später folgt der SC Preußen Münster, die in dieser Tabelle einen guten vierten Platz belegen.

Gerade weil Zwickau am vergangenen Spieltag gegen Münster "richtig einen auf den Kopp gekriegt" hat, rechnet Baumgart mit einem ganz anderen Auftreten der Mannschaft. Das Spiel endete mit einer 1:5-Klatsche für den FSV (TAG24 berichtete).


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