Mini-Krise beendet: SCP schnappt sich den Herbstmeister-Titel

Sven Michel (links) im Zweikampf mit dem Kölner Christopher Theisen.
Sven Michel (links) im Zweikampf mit dem Kölner Christopher Theisen.

Paderborn - Den Vorsprung von sechs Punkten auf Tabellenplatz zwei verspielte sich der SC Paderborn innerhalb von nur zwei Spieltagen. Die Ansage von Trainer Steffen Baumgart an den SC Paderborn war deshalb klar: "Wir wollen definitiv da oben bleiben. Deshalb wäre es wichtig, die nächsten drei Punkte einzufahren", sagte er auf der Pressekonferenz vorm Heimspiel gegen Fortuna Köln.

Nach rund fünfwöchiger Zwangspause konnte der Coach wieder auf Dennis Srbeny zurückgreifen. Der Stürmer durfte direkt von Beginn an ran und ersetzte Thomas Bertels, der vorerst mit der Bank Vorlieb nehmen musste.

Verzichten musste Baumgart neben Marc Vucinovic auch auf Marlon Ritter, der sich im Spiel gegen Wiesbaden das Innenband angerissen hatte (TAG24 berichtete). Für ihn rückte Ben Zolinski in die Startelf. Gepfiffen wurde die Partie dieses Mal von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus.

Die Fortuna spielte in der Anfangsphase aggressiv gegen den Ball und versuchte, die Paderborner damit unter Druck zu setzen. Aber auch die Ostwestfalen suchten den Weg zum gegnerischen Tor. Die Abwehr der Kölner stand allerdings oftmals genau richtig und machte die hinteren Räume dicht. Nach ungefähr 15 Minuten ließen die Gäste etwas nach, sodass der SCP mehr Platz für Konter hatte.

Nach einigen guten Chancen für die Hausherren war es Zolinski, der in der 28. Minute den Führungstreffer erzielte. Doch die Freude darüber sollte nicht lange währen: Trotz fehlender Torchancen der Fortuna fiel nur zwei Minuten später der 1:1-Ausgleich. Der Versuch von Leopold Zingerle, den Ball zu klären, endete damit, dass er an Lukas Boeder abprallte und ins SCP-Tor kullerte.

In der 42. Minute hatten die Paderborner dann nochmals die Chance, nach einem Handspiel von Dominik Ernst erneut in Führung zu gehen. Da zwei Kölner zu früh in den Strafraum liefen, pfiff Steinhaus den ersten Elfer von Massih Wassey ab. Doch auch der zweite Versuch saß. Mit dem verdienten 2:1 ging es in die Kabine.

Ben Zolinski (links) ebnete mit dem 1:0 den Weg zur Herbstmeisterschaft. Massih Wassey (rechts) versenkte den Handelfmeter zur erneuten 2:1-Führung.
Ben Zolinski (links) ebnete mit dem 1:0 den Weg zur Herbstmeisterschaft. Massih Wassey (rechts) versenkte den Handelfmeter zur erneuten 2:1-Führung.

Ohne Veränderungen kam die Baumgart-Elf zurück auf den Rasen. Ähnlich wie zu Beginn der ersten Halbzeit gehörte die Anfangsphase wieder den Kölnern.

Paderborn musste einiges tun, um beim hohen Tempo der Gäste mithalten zu können. Das gab sich aber nach rund fünf Minuten. Sowohl in der 51. als auch in der 53. Minute hatte der SCP zwei hochkarätige Chancen, die allerdings im Toraus endeten.

Besser lief es nur eine Minute später beim Zusammenspiel zwischen Sven Michel und Startelf-Rückkehrer Srbeny, der sich zu seiner Genesung den Treffer zum 3:1 schenkte. Gefühlt im Minutentakt folgten die Tor-Möglichkeiten für den SCP.

Die Rot-Weißen schienen hingegen aufgegeben zu haben. Ihr Spiel bestand nur noch aus wenig Bewegung. Dafür versuchten sie, durch Umstellen hinten die Schotten dicht zu machen, um nicht noch mehr einstecken zu müssen. Von Kontern war nur selten etwas zu sehen.

Nach 75 Minuten auf dem Platz durfte Srbeny dann endlich verschnaufen. Für ihn kam Koen van der Biezen. Nur kurz danach eine Schrecksekunde für den SCP: Nach einem kräftigen Freistoß aus 25 Metern von Maik Kegel bekam Christian Strohdiek den Ball direkt ins Gesicht und blieb benommen am Boden liegen. Letztendlich konnte er aber weitermachen.

Gegen Ende merkte man, dass den Ostwestfalen ein wenig die Puste ausging. Sie konnten allerdings von Glück reden, dass die Kölner die sich bietenden Räume nicht ausreichend nutzten. So blieb es bei dem 3:1-Sieg, der den Paderbornern die Herbstmeisterschaft sicherte.


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