Ein Lebenszeichen vom SCP: 3:0-Sieg im Abstiegskrimi

1:0 Roope Riski drückt hier den Ball zur Führung über die Torlinie.
1:0 Roope Riski drückt hier den Ball zur Führung über die Torlinie.

Paderborn - Am Samstag hat in der Benteler-Arena vom SC Paderborn ein wahrer Abstiegskrimi stattgefunden. Die aktuell formschwächsten Teams der Liga, vom SCP und FSV Frankfurt, trafen aufeinander. Das glücklichere Ende hatte Paderborn auf seiner Seite - 3:0 (1:0)-Endstand.

Beide Vereine trafen im letzten Jahr noch in der 2. Bundesliga aufeinander. Nun duellieren sie sich im Abstiegskampf der dritten Liga. Zuvor war schon klar: Wer verliert, der wird es im Rest der Serie schwer haben.

SCP-Trainer Stefan Emmerling ging selbstbewusst in die Partie und startete fast mit derselben Startelf, wie gegen den Halleschen FC. Einzig Torwart Lukas Kruse rückte für den Rot gesperrten Michael Ratajczak ins Team.

In der ersten Phase des Spiels zeigte sich, warum beide Mannschaft im Tabellenkeller der Liga stehen - die Zuschauer bekamen absolute Magerkost zu sehen.

Erst in der 18. Spielminute nahm die Partie zum ersten Mal fahrt auf, als der FSV Frankfurt gefährlich im SCP-Strafraum auftauchte und erst am linken Pfosten scheiterte.

Faustdick für Paderborn wäre es fast in der 30. Minute gekommen: Der Schiedsrichter entschied auf Foulelfmeter - Fabian Graudenz wurde vom jungen Lukas Boeder von den Füßen geholt.

Doch Yannick Stark vom FSV vergab die Chance zur Führung kläglich, weil er nicht genügend Druck in den Schuss legen konnte und so Lukas Kruse keine Probleme hatte, den Elfer sogar festzuhalten - weiter 0:0.

Matchwinner Lukas Kruse feiert seine Elfmeterparade mit der geballten Faust.
Matchwinner Lukas Kruse feiert seine Elfmeterparade mit der geballten Faust.

Kurz vor dem Pausentee hatte auch der Club seinen Hochkaräter: Stürmer Roope Riski setzte sich stark gegen zwei FSV-Verteidiger durch, spitzelte auch den Keeper Pirson aus, doch dann wurde er frei vorm Tor gestört. Christopher Schorch kann für den FSV in aller höchster Not klären (39.).

Und doch noch der Treffer in Hälfte Eins: Der SC Paderborn geht in Führung, durch einen Treffer von Roope Riski. Der Finne versenkte den Ball nach einer Ecke aus knapp zwei Metern im Tor (45).

Mit dem Ergebnis gingen beide Teams in die Halbzeitpause. Der Elfmeter stichelte den SCP nochmal an, die dadurch mehr investierten und am Ende mit ein wenig Glück das 1:0 erzielten. Auf in die zweite Hälfte.

Paderborn kam unverändert aus der Kabine. Einzig der FSV wechselte doppelt: Ranisav Jovanović für Bentley Bahn und Cagatay Kader für Yannick Stark. Frankfurt wollte mehr Offensivpower.

Durchatmen: SCP-Trainer Stefan Emmerling und Co-Trainer Daniel Scherning haben den Bock umgestoßen.
Durchatmen: SCP-Trainer Stefan Emmerling und Co-Trainer Daniel Scherning haben den Bock umgestoßen.

Auch nach der Pause zeigte sich den Zuschauern ein ähnliches Spiel wie im ersten Durchgang. Der SCP spielte geschickt, verteidigte gut und versuchte schnell die Flucht nach vorne zu suchen, um so Abschlüsse zu kreieren.

War das die Vorentscheidung? In der 65. Spielminute erhöhte Marcus Piossek auf 2:0, als er einen Querpass von Aykut Soyak ins leere Tor einschob. Zuvor unterlief FSV-Abwehrmann Schorch ein dicker Klops: Der Verteidiger sprang amateurhaft an einem Aufsetzer vorbei.

Marcus Piossek die Zweite: Der Offensivmann vom SCP schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe - 3:0. Piossek bekommt den Ball im linken Strafraum und tänzelt Schorch aus. Gekonnt schiebt der Paderborner zur Entscheidung ein.

Das war's am Ende auch: Der SC Paderborn gewinnt deutlich mit 3:0 im Abstiegskrimi und kann so den Abstand zur Nichts-Abstiegszone auf aktuell vier Punkte verkürzen.

Torschützen unter sich: Marcus Piossek und Roope Riski feiern mit Kapitän Tim Sebastian.
Torschützen unter sich: Marcus Piossek und Roope Riski feiern mit Kapitän Tim Sebastian.

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