Nach verspielter 4:1-Führung: SCP-Trainer trotzdem zufrieden

Während der SCP die erste Halbzeit dominierte, holte der Hallesche FC in der zweiten noch einen 1:4-Rückstand auf.
Während der SCP die erste Halbzeit dominierte, holte der Hallesche FC in der zweiten noch einen 1:4-Rückstand auf.

Paderborn - Für neutrale Zuschauer war das Auftaktspiel des SC Paderborn beim Halleschen FC nahezu perfekt: Ein frühes Tor, Spiel gedreht, sichergeglaubter Sieg und eine furiose Aufholjagd. Am Ende stand es 4:4-Unentschieden (TAG24 berichtete).

SCP-Cheftrainer Steffen Baumgart wusste nach dem Spiel auf der anschließenden Pressekonferenz erstmal gar nicht so richtig, was er sagen sollte: "Nach manchen Spielen fehlen einem die Worte. Mir fehlen sie nicht, mir fehlt ein ganzer Satz."

Nachdem die Paderborner schon nach einer Minute durch einen verwandelten Elfmeter in Rückstand geraten waren, hatten sie das Spiel gedreht und "verdient zur Halbzeit 3:1 geführt. Da war die Welt noch in Ordnung." In der zweiten Halbzeit habe die Mannschaft dann eine "etwas zu große Sicherheit" verspürt und in der Folge Fehler gemacht.

"Wir haben über 75 Minuten hier ein richtig gutes Spiel gemacht. Ich will nicht übertreiben: Waren es zehn hundertprozentige Torchancen? Na klar, bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden, aber mit dem Spiel", so Baumgart weiter.

Im Tor hatte sich Baumgart gegen den erfahrenen Michael Ratajczak (35) und für den im Sommer verpflichteten 23-jährigen Leopold Zingerle entschieden, "weil ich einfach das Gefühl hatte, dass er, gerade wenn wir offensiv verteidigen, die Bälle besser abfangen kann, weil er schneller draußen ist. Er hat das, was zu halten war, gut gemacht."

Am Ende ließ sich der 45-jährige Fußballlehrer dann doch zu einer neutralen Sicht auf das Spiel hinreißen: "Das war ein geiler Kick, wenn ich das mal sagen darf!"


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