Erneutes Millionen-Loch beim SCP: Wie geht's weiter?

Sport-Geschäftsführer Markus Krösche: Gibt zusammen mit dem Verein die Strategie und Spielidee vor.
Sport-Geschäftsführer Markus Krösche: Gibt zusammen mit dem Verein die Strategie und Spielidee vor.

Paderborn - Auf der Jahreshauptversammlung des SC Paderborn am Montagabend gab es eine Hiobsbotschaft für die Mitglieder: Der Club rechnet für die aktuelle Serie mit einem Minus von knapp drei Millionen Euro.

Diese Summe gab Elmar Volkmann als Vorsitzender des Aufsichtsrates am Abend bekannt. Damit steigt das Finanzloch auf über sechs Millionen Euro an.

Schon im vorigen Jahr musste der Club von der Pader ein immenses Loch von knapp 3,5 Millionen Euro stopfen und überlebte nur durch externe Hilfe. In diesem Jahr schafft es der Sportclub aus eigener Kraft.

"Aufgrund der Pokaleinnahmen sind wir noch mal mit einem blauen Auge davongekommen", erklärte Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger, so die Neue Westfälische. Durch den DFB-Pokal wurden bisher 2,34 Millionen Euro eingenommen.

Gründe für das dicke Minus sind zum einen 500.000 Euro, die im ersten Drittligajahr durch den Rettungsschirm gezahlt wurden, wegfallen. Zum anderen sind es 400.000 Euro gestundete Mietzahlung der Stadiongesellschaft, die in diesem Jahr fällig gewesen sind.

Die Fans des SC Paderborn haben momentan allen Grund zum Jubeln. Die Finanzlage ist dennoch wieder angespannt.
Die Fans des SC Paderborn haben momentan allen Grund zum Jubeln. Die Finanzlage ist dennoch wieder angespannt.

Abschließend hätten sich die Personalkosten um 600.000 Euro erhöht, hieß es abschließend. Durch einen Aufstieg wären wohl frische Millionen für den SCP in Sicht.

Denn genau da will der Club wieder hin - in die 2. Bundesliga. Dieses Ziel hat Sport-Geschäftsführer Markus Krösche gesagt: "Wir wollen wieder ein Verein sein, der in der 2. Bundesliga mitreden kann. Dazu müssen wir uns in allen Bereichen professionalisieren."

Erste Schritte seien dafür schon gemacht, so Krösche. Die Spielidee und Strategie des Vereins würden Trainerteam und Mannschaft bestens umsetzen, schloss er ab.

Im Anschluss informierte Vizepräsident Dr. Rudolf Christa die Mitglieder auf der Versammlung über die Planungen, den Profibereich vom Verein auszugliedern. Schon im Mai 2018 soll ein entsprechender Beschluss auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erfolgen.

"Die Satzungsänderung ist DFL- und DFB-konform, auch unter Berücksichtung der 50+1-Regelung. Mitglieder und Verein sind und bleiben auch bei einer möglichen Ausgliederung des Profibereichs der Souverän", erklärte Dr. Christa abschließend.


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