Glücklicher Sieg! SCP behält weiße Weste

Die Paderborner jubelten mit Torschütze Sven Michel (l.).
Die Paderborner jubelten mit Torschütze Sven Michel (l.).

Erfurt/Paderborn - Nach zwei Siegen in Pokal-Erstrunden (3:1 im Westfalenpokal gegen Münster und 2:1 im DFB-Pokal gegen St. Pauli) war für den SC Paderborn am Samstag wieder Ligaalltag angesagt. Die Ostwestfalen waren beim Tabellensiebzehnten Rot-Weiß Erfurt zu Gast.

Wie angekündigt hatte Cheftrainer Steffen Baumgart keinen Grund, eine Änderung an der Startelf vorzunehmen. Einzig Keeper Leopold Zingerle kehrte für Michael Ratajczak, der in Pokalspielen das Tor hütet, zurück in den Kasten.

Beide Mannschaften begannen zögerlich und der Ball bewegte sich vor allem im Mittelfeld. Nach einer Viertelstunde war der SCP das deutlich aktivere Team, das in der 21. Minute dann einen Elfmeter forderte. Erfurts Ahmed Waseem Razeek war der Ball an die Hand gesprungen, aber Schiedsrichter Markus Wollenweber entschied auf Weiterspielen.

Eine der wenigen Chancen, die sich im gesamten Spiel ergaben, nutzten die Paderborner in der 33. Minute: Dennis Srbeny konnte sich an der Seitenlinie gegen zwei Erfurter durchsetzen und hatte das Auge für Sven Michel, der nur noch einschieben musste.

Das 1:0 für den SCP! Aber der Ball war zuvor deutlich im Toraus gewesen, der Treffer also irregulär - Glück für die Paderborner. Wer sich selbst davon überzeugen will, für den haben wir den Bildbeweis unten angehängt.

Der Torschütze zum 1:0, Sven Michel (r.), dreht ab, während Erfurts Florian Neuhold reklamiert.
Der Torschütze zum 1:0, Sven Michel (r.), dreht ab, während Erfurts Florian Neuhold reklamiert.

Erfurts Trainer Stefan Krämer reagierte auf den Rückstand und wechselte nach der Pause gleich doppelt. SCP-Coach Baumgart hielt sich mit Wechseln noch zurück.

Zehn Minuten nach Anpfiff der zweiten Halbzeit zappelte der Ball wieder im Tor der Gastgeber, aber das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits von Ben Zolinski. Der Rechtsverteidiger stand weiter im Mittelpunkt, als er Razeek schubste und die Gelbe Karte bekam. Drei Minuten später kam Thomas Bertels für ihn auf den Platz.

In der Folge wurde das Spiel schneller, vor allem die Erfurter legten zu und sahen innerhalb von fünf Minuten ganze vier Gelbe Karten. Aber auch der SCP beteiligte sich daran: Sebastian Schonlau sah in der 67. Minute Gelb für hartes Einsteigen.

Kurz vorm Ende kam Erfurt noch mal gefährlich ans Paderborner Tor ran. In der 87. Minute wurde ein langer Pass auf Samir Benamar in den Fünfmeterraum gebracht. Doch Ahmed Raazek scheitert letztendlich an Zingerle, der den Ball von der Linie kratzt.

Nachdem Razeek wenige Minuten später im Strafraum zu Boden ging, beschwerte sich Jens Möckel lautstark beim Schiri, weil der erhoffte Elfer-Pfiff nicht kam. Der Unparteiische wurde schließlich zu Fall gebracht. Das Resultat: Wollenweber zog die rote Karte für Möckel.

Eine turbulente Schlussphase mit zwei Minuten Nachspielzeit endete letztendlich trotzdem mit einem Sieg für den SCP, für den es beim glücklichen 1:0 Endstand blieb.


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