Fehlende Mittel: SC Paderborn benötigt Hilfe von der Stadt

Das Trainingszentrum und NLZ wurde erst im letzten Jahr in Betrieb genommen.
Das Trainingszentrum und NLZ wurde erst im letzten Jahr in Betrieb genommen.

Paderborn - Die Situation zwischen der Stadt Paderborn und dem SC Paderborn ist angespannt: Erst kürzlich lehnte der Stadtrat eine weitere finanzielle Unterstützung des Vereins ab. Doch Gespräche müssen geführt werden.

Vereinsboss Wilfried Finke schrieb im März einen Brief an zahlreiche Paderborner Politiker, in dem er die möglichen Konsequenzen und Folgen bei einem Abstieg aus der 3. Liga erklärte. Diesen Brief müssen die Politiker nun wieder hervorholen, da der Abstieg besiegelt ist.

Denn nun müssen Stadt und Verein gemeinsam an einen Tisch und zahlreiche Fragen klären, damit der SC Paderborn eine aussichtsreiche Zukunft behält. Entscheidend wird vor allem sein, ob die Strukturen vom SCP als Amateurverein eingestuft wird und somit den anderen 137 Vereinen der Stadt gleichgestellt würde, so die Neue Westfälische.

Es geht zum einen darum, dass der Verein so ein Anspruch auf eine Spielstätte und die dafür fälligen Gebühren besitzt. Dafür zahlen Sportvereine derzeit pro Platz und pro Stunde 1,30 Euro an die Stadt.

Zum anderen müsse geklärt werden, wie es mit dem Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) sowie die Benteler-Arena weitergeht. Denn Wilfried Finke hatte angekündigt, dass sich der Verein bei einem Abstieg diesen Luxus "auf keinen Fall" mehr leisten könne.

Gesprächsbedarf: Bürgermeister Michael Dreier (re.) und die Vereinsführung vom SCP um Wilfried Finke.
Gesprächsbedarf: Bürgermeister Michael Dreier (re.) und die Vereinsführung vom SCP um Wilfried Finke.

Derzeit zahlt der Club 116.000 Euro jährlich an die Stadt für die Nutzung der Gelände. Dennoch ginge die Stadt derzeit davon aus, dass der SCP diese Anlage weiter nutzen würde. Paderborns Sportdezernent Wolfgang Walter sagte der Zeitung: "Die Verträge sind ligaunabhängig."

Das bedeutet, dass die auf 20 Jahre ausgelegten Pachtverträge nicht automatisch beendet werden. Allerdings ist es ein Gespräch zwischen Stadt und Verein unabdingbar. Dies soll demnächst zwischen Bürgermeister Michael Dreier und Verantwortlichen vom SC Paderborn im Rathaus geben.

Auf den Tisch kommen werden vermutlich auch die 50.000 Euro, die der Club jährlich von der Stadt als Zuschuss für die Pflege der Jugendplätze erhält. Selbige Summe steckt der SCP auch die Pflege der Profi-Plätze, sowie Extra-Kohle für die Rasenheizung.

Verhandelt werden müsste auch über die Anmietung des Funktionsgebäudes, das vom Gesamtverein genutzt wird. Ebenso müsste in einem Austausch über die 50.000 Euro Pachtzinsen für das Stadiongrundstück und 40.000 Euro für den Stadionparkplatz gesprochen werden.

Grundsätzlich gibt es unzählige Baustellen, die der Verein in den nächsten Wochen zu bewältigen hat. Der SCP hat aber angekündigt, zunächst den Einzug in den DFB-Pokal zu sichern und im Anschluss die wichtigsten Fragen zu klären.


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