Bergner nach zwei CFC-Niederlagen: "Wir sind kurz davor, Angst zu haben"

Auch gegen den VfR Aalen ging der CFC mit einer Niederlage hervor.
Auch gegen den VfR Aalen ging der CFC mit einer Niederlage hervor.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Chemnitz - "Punktmäßig sind wir im freien Fall", sagte CFC-Trainer David Bergner nach dem 2:3 beim VfR Aalen.

Dabei war der 44-Jährige am 6. Januar angetreten, um den freien Fall zu stoppen. Nach den ersten zwei Spielen unter seiner Regie stehen zwei Niederlagen.

Der Effekt des Trainerwechsels ist wirkungslos verpufft. Bergner konnte das Defensiv-Problem nicht lösen. Die Schießbude der Liga hat ihre Tore auch im neuen Jahr ganz weit geöffnet!

Hinzu kommt, dass offenbar noch immer nicht jeder Spieler begriffen hat, dass Abstiegskampf gnadenloser Überlebenskampf ist.

"Die Aalener haben uns richtig weh getan. Sie kassieren vier gelbe Karten, wir eine. Da sind wir nicht Manns genug, verhalten uns zu naiv, sind zu lieb", resümierte Bergner auf der Ostalb und kündigte an: "Darüber müssen wir reden."

Nach zwei Spielen unter seiner Regie sind die Sorgenfalten nicht kleiner geworden. Trainer David Bergner konnte das Defensivproblem des CFC (noch) nicht lösen.
Nach zwei Spielen unter seiner Regie sind die Sorgenfalten nicht kleiner geworden. Trainer David Bergner konnte das Defensivproblem des CFC (noch) nicht lösen.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Es fehlt nicht nur die Mentalität, sondern auch die Qualität, um einen knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Wie beim 2:3 in Zwickau kippte in Aalen binnen weniger Minuten das Spiel. Weil der Gegner in den entscheidenden Momenten mehr Biss, Willen und Leidenschaft auf den Platz brachte.

Bergner: "Wir haben Aalen viel zu viele Möglichkeiten nach ruhenden Bällen gegeben und die Flanken nicht bis zum letzten verteidigt. Da fehlte mir die Gier, den knappen Sieg einzufahren."

Es gibt auch positive Dinge, die der CFC aus Aalen mitnehmen konnte. "Wir sind nach dem frühen 0:1 zurückgekommen, haben das Spiel gedreht. Wir haben zwei Tore gemacht", zählte Bergner auf: "Es war nicht alles schlecht. Fußball ist immer noch ein Spiel, das Freude machen sollte. Wenn die Spieler Angst haben, einen Fehler zu machen, geht's in die falsche Richtung. Wir sind kurz davor, Angst zu haben."

Gegen die Angst helfen nur Siege. Im Heimspiel gegen Jena bekommt der CFC die nächste Gelegenheit, das Ruder herumzureißen.


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