Aggressive Fans solidarisieren sich gegen die Bundespolizei

Die Ankunft verlief ohne Zwischenfälle - nur bei der Abreise gab es Probleme. (Symbolbild)
Die Ankunft verlief ohne Zwischenfälle - nur bei der Abreise gab es Probleme. (Symbolbild)

Bielefeld - Nach der Zweitliga-Begegnung zwischen dem DSC Arminia Bielefeld und dem VfL Bochum (TAG24 berichtete) kam es während der Abreise einiger Bielefelder "Risikofans" zu handfesten Streitigkeiten zwischen Fans und Polizei.

Nachdem Bundespolizisten im Personentunnel einen Bielefelder Fan überprüfen wollten, solidarisierten sich rund 50 weitere und bewarfen die Einsatzkräfte mit Flaschen, Dosen und anderen Gegenständen. Die Polizei setzte daraufhin den Schlagstock ein drängte die Fans in Richtung Buddenbergplatz.

Weitere 50 Fans versuchten daraufhin von einem Bahnsteig in den Personentunnel stürmen. Bundespolizisten hinderten sie daran und wurden ebenfalls angegriffen. Hierdurch erlitten zwei Bundespolizisten Prellungen am Oberkörper.

Nur kurze Zeit später, gegen 16.30 Uhr, sollten von einem Arminia-Fan, der Einsatzkräfte beleidigt hatte, die Personalien festgestellt werden. Wieder solidarisierten sich weitere Fans, welche die Bundespolizisten angingen. Diese setzten sich daraufhin durch den Einsatz des Schlagstocks zur Wehr. Ein Tatverdächtiger konnte festgenommen werden.

Nachdem der Großteil der Fans in einen Zug gedrängt werden konnte, fuhren diese, eskortiert von Zugbegleitkräften der Bundespolizei zurück in Richtung Bielefeld. Die Bundespolizei leitete zahlreiche Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch, Beleidigung, Körperverletzung, Widerstands und Landfriedensbruch ein.

Insgesamt konnte drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden. Bei diesen handelte es sich um Anhänger der Bielefelder Problemfanszene im Alter von 19, 20, 27. Die Ermittlungen dauern an.

Auf dem Weg zum Bahnhof sollen vermummte Bochum-Fans plötzlich aus einem Versteck gesprungen sein. Sie waren hinter dem Kiosk am Bahnhof angestürmt und hatten versucht, Banner und Fahnen der Bielefelder zu klauen. Auch hier reagierte die Polizei sofort mit Pfefferspray.


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