Innerhalb von 10 Minuten: Dynamos Schwäbe wird zum Helden!

Aue – In der vergangenen Woche entbrannte in der Mixed Zone plötzlich die Diskussion um Torhüter Marvin Schwäbe von Dynamo Dresden, am Sonntag war er wieder Thema: Doch während nach der Partie gegen Düsseldorf die Frage, ob er den Gegentreffer hätte halten können, dominierte, wurde er in Aue mit Lob überschüttet und das völlig zurecht.

Gefährlich! Schwäbe kratzt den Ball im letzten Moment nach einer ekligen Bogenlampe von Nazarov aus dem Winkel.
Gefährlich! Schwäbe kratzt den Ball im letzten Moment nach einer ekligen Bogenlampe von Nazarov aus dem Winkel.  © dpa/Daniel Schäfer

Denn innerhalb von nur zehn Minuten hielt der 23-Jährige seiner SGD den so wichtigen Punkt im Sachsenderby in Aue fest.

Erst fischte er in der 81. Minute einen Schlenzer von Nazarov aus dem Dreiangel, dann packte er in 90. +1 erneut eine Parade gegen den Stürmer aus. „Im Prinzip ist man Torwart und muss auch mal einen halten“, sagte der Keeper nach dem Spiel schon fast mit einem ironischen Lächeln.

Für ihn war es nach der Kritik keine leichte Woche: „Wir hatten am Dienstag einen Mannschaftsabend, der hat zusammengeschweißt. Es war enorm wichtig, dass die Spieler, die heute nicht im Kader waren, uns unterstützt haben und in den Block gegangen sind. Das gab von vornherein ein gutes Gefühl.“

Seine beiden Innenverteidiger wussten, wem sie den Punkt zu verdanken hatten. „Marvin war letzte Woche ein bisschen dran, wo man geteilter Meinung sein konnte bei den beiden Schüssen. Heute hat er es überragend gemacht und die zwei Dinger rausgekratzt. Wir sind froh, dass wir ihn haben“, sagte Marcel Franke.

Dynamo-Coach Uwe Neuhaus sah zur Pause nicht glücklich aus. Am Ende konnte aber auch er sich über den Punkt freuen.
Dynamo-Coach Uwe Neuhaus sah zur Pause nicht glücklich aus. Am Ende konnte aber auch er sich über den Punkt freuen.  © Imago

Florian Ballas nutzte die Gelegenheit, um klarzustellen, dass er und Schwäbe trotz der vorgebrachten Kritik nach dem Fortuna-Spiel kein Problem miteinander haben.

„Wir sind im Leistungssport. Marvin und ich verstehen uns nach wie vor super. Wir wissen, was wir an ihm haben. Er hat heute am Ende zwei gute Dinger rausgeholt. Der erste zappelt oben links im Winkel, wenn er nicht hingeht. Am Ende fischt er noch einen raus. Heute war es umso wichtiger, dass er hinten drin stand“, lobte der Abwehrspieler.

Coach Uwe Neuhaus, der vor der Partie die Torwartfrage im Keim erstickt hatte, sagte am Ende nur noch ironisch und mit einem Grinsen: „Gut, dass ich nicht gewechselt habe.“

Am kommenden Sonntag gegen Union Berlin wird Schwäbe definitiv das letzte Mal zwischen den Dynamo-Pfosten stehen, denn die Leihe von der TSG 1899 Hoffenheim endet und bereits jetzt steht fest, dass der Keeper nicht an der Elbe bleiben wird.

Marvin Schwäbe hielt am Sonntag die null fest.
Marvin Schwäbe hielt am Sonntag die null fest.  © Imago

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