"Abend zum Vergessen": Kutschke nach Dynamo-Niederlage sauer

Verloren, aber die mitgereisten Fans feierten ihre Dynamos nach dem Abpfiff dennoch.
Verloren, aber die mitgereisten Fans feierten ihre Dynamos nach dem Abpfiff dennoch.  © Lutz Hentschel

Fürth - So etwas hatten sie im Sportpark Ronhof auch noch nicht erlebt. Da liefert die Gästemannschaft ein schwaches Spiel ab, verliert dazu durch ein Eigentor - und wird von ihren Fans gefeiert, als hätte sie gerade die Champions League gewonnen.

Aias Aosman, der Pechvogel des Abends, der mit einem zugegebenermaßen traumhaften Eigentor das Duell letztlich zugunsten der Kleeblätter entschied, kletterte sogar auf den Zaun, um mit den Anhängern zu singen, zu feiern. Die Mannschaft hüpfte, die 2500 im Dresdner Block sangen vom Europacup und „Nie mehr 3. Liga“.

Dynamos Torjäger Stefan Kutschke, der seit langem über 90 Minuten praktisch zu keiner einzigen echten Torchance gekommen war, fasste es anschließend im Dynamo-TV treffend zusammen:

„Bis auf die Aktion nach dem Spiel mit unseren Fans war das tatsächlich ein Abend zum Vergessen. Es war ein enttäuschend schwaches Spiel von uns, ähnlich wie gegen Düsseldorf. Auf dem Feld hat sich das angefühlt, als wärst du im Abstiegskampf und hast eine miese Saison gespielt. Was eigentlich komplett das Gegenteil sein müsste. Wir müssten eigentlich vor Selbstvertrauen strotzen. Die restlichen Spiele können wir das unseren Fans nicht antun.“

Stefan Kutschke kam in Fürth überhaupt nicht zum Zug und war nach dem Spiel stinksauer, sprach von einem „Abend zum Vergessen“.
Stefan Kutschke kam in Fürth überhaupt nicht zum Zug und war nach dem Spiel stinksauer, sprach von einem „Abend zum Vergessen“.  © Lutz Hentschel

Auch Dynamos „Sechser“ Manuel Konrad war ratlos: „Ich weiß nicht, woran es liegt. Bei uns ist irgendwie der Wurm drin. Im Spiel kriegen wir es nicht mehr hin, dass wir Lösungen finden, Offensivaktionen haben. Das Tor passt dann zum Spiel.“

Seit der 0:1-Niederlage in Braunschweig, die intern als Ende der Aufstiegshoffnungen gilt, geht bei den Schwarz-Gelben nichts mehr. „Die Luft scheint ein bisschen raus zu sein“, stellte auch Sportdirektor Ralf Minge fest.

„Wir müssen gar nicht drumherum reden. In der ersten Halbzeit sind wir weit unter unseren Möglichkeiten geblieben. Da müssen wir nach den Ursachen forschen. Es ist unerklärlich, warum diese Verunsicherung herrscht. Wir haben jetzt noch vier Spiele. Es soll zum Ende der Saison keinesfalls ein fader Beigeschmack bleiben.“

Der Wurm ist drin! Auch Manuel Konrad (M) war nach dem schwachen Dresdner Auftritt ratlos.
Der Wurm ist drin! Auch Manuel Konrad (M) war nach dem schwachen Dresdner Auftritt ratlos.  © Lutz Hentschel
Da schlug‘s unhaltbar für Dynamo-Keeper Marvin Schwäbe ein! Aias Aosman (l.) hatte abgezogen - und ins eigene Tor getroffen.
Da schlug‘s unhaltbar für Dynamo-Keeper Marvin Schwäbe ein! Aias Aosman (l.) hatte abgezogen - und ins eigene Tor getroffen.  © Lutz Hentschel

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