Dynamo gegen Bayern. Kassenschlager und Schützenfest?

Dürfen sie sich am Montag über klingelnde Kassen freuen? Die beiden Geschäftsführer Robert Schäfer (kaufmännisch, links) und Ralf Minge (Sport, r.).
Dürfen sie sich am Montag über klingelnde Kassen freuen? Die beiden Geschäftsführer Robert Schäfer (kaufmännisch, links) und Ralf Minge (Sport, r.).

Von Thomas Schmidt

Dresden - Es ist das Treffen der Tabellenführer - darauf hatten die Macher des heutigen Benefizspieles zwischen Drittligist Dynamo und Bundesliga-Krösus FC Bayern gehofft.

Damit ist es auch für die Münchner ein sportlich durchaus reizvolles Gastspiel und alles andere als ein Dorfplatz-Kick, von denen sie in den wettkampffreien Zeiten etliche absolvieren.

Von der Atmosphäre her sowieso nicht: Mehr als 32.000 Zuschauer werden für Europapokal-Stimmung sorgen und vor allem Millionen in die schwarz-gelbe Kasse spülen, was ja der ursprüngliche Zweck dieser Partie war.

Inklusive aller „Nebengeräusche“ wie Verkauf von Sonder-Triktos und -Schals, TV-Vermarktung (ARD überträgt live) oder Biereinnahmen (Feldschlößchen spendet den kompletten Erlös) hofft die SGD auf Einnahmen von drei Millionen Euro, womit Schulden bei Michael Kölmel getilgt werden sollen.

Die Fans freuen sich auf das Highlight gegen die Bayern.
Die Fans freuen sich auf das Highlight gegen die Bayern.

Zurück zum Sportlichen. Dass die Gäste mit der zweiten Reihe antreten, müssen die Fans nicht befürchten. Zum einen ist das vertraglich so vereinbart, zum anderen hat Pep Guardiola gar keine zweite Reihe im eigentlichen Sinn.

Zumal der Bayern-Trainer angekündigt hat, in Dresden taktisch und personell etwas testen zu wollen, was er auch im „Ernstfall“ anwenden kann.

13.20 Uhr landet der Rekordmeister in Klotzsche und bezieht danach das Kempinski. Allein das beweist, dass Guardiola den Test ernst nimmt - was im schlimmsten Fall für die Schwarz-Gelben in ein bayrisches Schützenfest ausarten könnte.

Und wie gehen die Dresdner in die Partie? Trainer Uwe Neuhaus gönnt seinen Männern „das Bonus-Spiel, das sie nach dem Derbysieg gegen Erfurt auch genießen sollen“.

Damit jeder Spieler mehr oder weniger das Vergnügen hat, wurde kein Wechsel-Limit vereinbart. Die Profis freuen sich zwar auch offiziell auf das Match, sind aber vor allem heiß auf die Liga und haben schon Mainz am Sonntag im Blick.

In seiner jugendlichen Unbekümmertheit sprich das nur Aias Aosman laut aus: „Die Bayern? Sind mit scheißegal. Selbst wenn wir gegen die 2:0 oder 3:0 gewinnen - kaufen können wir uns dafür nichts...“

Fotos: Lutz Hentschel, imago


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