"Absolut widerlich!" Dynamo-Boss verurteilt Bullenkopf-Aktion

Diesen abgetrennten Bullenkopf hatten Dynamo-Anhänger vor den K-Block geworfen. 
Diesen abgetrennten Bullenkopf hatten Dynamo-Anhänger vor den K-Block geworfen.  © Lutz Hentschel

Dresden - Mit Entsetzen und völligem Unverständnis haben die Verantwortlichen von Dynamo am Sonntag auf die abscheuliche Bullenkopf-Aktion der Fans reagiert. 

Noch am Sonnabend dachten alle Beteiligten, dass beim 7:6-Sieg nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal gegen RB Leipzig alles friedlich verlaufen war. 

Doch am Sonntag kam die Ernüchterung, als bekannt wurde, dass die eigenen Anhänger während der Partie einen abgetrennten Bullenkopf vor den K-Block geworfen hatten. 

"30.000 Menschen haben am Samstag ein emotionales und friedliches Fußballfest in Dresden gefeiert. Leider gab es vereinzelt Spruchbänder und Meinungsäußerungen am Rande des Spiels, die weit unter die Gürtellinie gingen. Auch die Aktion mit dem abgetrennten Bullenkopf war absolut widerlich, damit wurde eine Grenze deutlich überschritten und es wirft ein schlechtes Licht auf diesen besonderen Fußball-Tag, der ansonsten eine großartige Werbung für unsere Stadt und unseren Verein war", erklärte Geschäftsführer Michael Born am Sonntag gegenüber MOPO24. 

Michael Born ist entsetzt über die abartige Bullenkopf-Aktion. 
Michael Born ist entsetzt über die abartige Bullenkopf-Aktion.  © Lutz Hentschel

Auf den angesprochenen Spruchbändern stand zum Beispiel auch: "Bullen schlachten."

Völlig unklar ist, wie bei derart hohen Sicherheitsmaßnahmen im Stadion der Bullenkopf überhaupt den Weg in den K-Block fand. 

"Wir werden zusammen mit unserem Sicherheitsdienstleister ergründen, wie solch ein großer Gegenstand überhaupt ins Stadion kommen konnte", so Born weiter.

Gut möglich, dass sich Dynamo für diese Aktion auch wieder vor dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) rechtfertigen muss. Immerhin wurde der Klub auch wegen des "Lila-Schweins" im Spiel gegen den FC Erzgebirge Aue in der vergangenen Saison wegen Verunglimpfung zur Rechenschaft gezogen und zur Kasse gebeten. 

Ein abgetrennter Bullenkopf dürfte da weit schlimmer sein. Für Dynamo ist es bitter, dass der ansonsten friedlich verlaufene Protest durch die Spruchband-Entgleisungen, den abgetrennten Bullenkopf, einige Wurfgeschosse an der Eckfahne auf die gegnerischen Spieler und nicht zuletzt einem Böller auf dem Rasen nach dem entscheidenden Elfmeter getrübt wurde. 

Bis am kommenden Freitag mit Spannung das Los für die kommende Runde erwartet wird, müssen sich die Verantwortlichen des Klubs also wieder mit Dingen beschäftigen, die fernab des sportlich so wertvollen Sieges liegen. 


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