"Krieg dem DFB!" Dynamo-Fans greifen Polizisten und Ordner an

Die Dynamo-Fans kamen im Einheits-Look im Stadion.
Die Dynamo-Fans kamen im Einheits-Look im Stadion.  © DPA

Karlsruhe - Beim Zweitliga-Spiel Karlsruher SC gegen die SG Dynamo Dresden (Endstand 3:4, TAG24 berichtete) haben Dresdner Fans randaliert. Zu Ausschreitungen kam es bereits vor der Partie, Vorfälle gab es jedoch auch während des Matchs.

Nach Angaben des Pressesprechers der Polizei Karlsruhe, Martin Plate, wurden schon vor dem Spiel bis zu fünfzehn Polizisten beim Marsch der 1500 Dynamo-Anhänger zum Karlsruher Wildparkstadion verletzt, als Feuerwerkskörper gezündet wurden.

Zudem sollen die Dresdner Fans die Ordner vorm Stadioneingang überrannt haben. Dabei wurden 21 Sicherheitskräfte verletzt.

Auch im Stadion blieb es nicht friedlich. Die Dynamo-Fans sollen mehrere Imbissstände überfallen und geplündert haben. Um die Tumulte unter Kontrolle zu bringen, musste die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen.

Während des Spiels wurde von den Dynamo-Fans Pyrotechnik gezündet. Auch optisch bot der Dresdner Fan-Block ein eher gefährliches Bild, da die Zuschauer allesamt Camouflage-Shirts mit der Aufschrift "Football Army Dynamo Dresden" trugen. Zudem wurde dem DFB der Krieg erklärt. "Krieg dem DFB" stand auf einem Banner, das die Dresdner Fans in die Höhe hielten.

Immerhin konnte ein Aufeinandertreffen von Dresdner und Karlsruher Fans vermieden werden. Der KSC bekam wegen Vorfällen beim Spiel gegen den VFB Stuttgart eine Strafe aufgebrummt. Deshalb durften zu der Partie nur knapp 6000 Zuschauer ins Stadion.

"Worte wie Krieg haben auf dem Fußballplatz nichts verloren. Wir werden alles genau analysieren und unsere Konsequenzen ziehen", sagte Dynamo-Geschäftsführer Michael Born (49) und kündigte eine Aufarbeitung des Geschehens an.

Während des Spiels wurde Pyrotechnik im Dresdner Block gezündet. Vor dem Anpfiff kam es bereits zu Ausschreitungen.
Während des Spiels wurde Pyrotechnik im Dresdner Block gezündet. Vor dem Anpfiff kam es bereits zu Ausschreitungen.  © DPA

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0