Unglückliches Dynamo-Debüt für Broll: Nix zu halten, aber mit Wacklern am Ball

Dresden - Es war ein unglückliches Debüt von Kevin Broll, nicht nur wegen der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg.

Mit Ball am Fuß offenbarte Kevin Broll einige Wackler. Mit zunehmender Spielpraxis wird der 23-Jährige sicher ruhiger im Umgang mit dem runden Leder.
Mit Ball am Fuß offenbarte Kevin Broll einige Wackler. Mit zunehmender Spielpraxis wird der 23-Jährige sicher ruhiger im Umgang mit dem runden Leder.  © Lutz Hentschel

Dynamos neue Nummer 1 hatte keine Chance, sich auszuzeichnen, offenbarte zudem noch kleinere Defizite mit Ball am Fuß, die folgenlos blieben. Am Gegentor konnte er nicht viel ausrichten.

Da mal eine Flanke weggefangen, da mal ein Schüsschen pariert. Mehr war nicht, was der 23-Jährige, der von der SG Sonnenhof Großaspach kam, auf sein Tor bekam. Mit Ball am Fuß war es ab und zu riskant, was er machte.

Gerade bei Abstößen, bei denen der Ball ja nicht mehr aus dem Strafraum gespielt werden muss. Er spielte sie, ganz nach der Philosophie von Trainer Cristian Fiel, kurz auf seine Nebenleute, bekam sie meist zurück. Einen steckte er in der ersten Halbzeit gerade noch durch die Lücke zweier Nürnberger Angreifer, einen wenig später genau in den Fuß von Robin Hack. Gerade in diesen Situationen muss er noch konzentrierter zur Sache gehen.

Fiel wollte sich gar nicht groß äußern, warum er den Neuzugang zur Nummer 1 machte. "Es war von allen dreien ein Kampf auf Augenhöhe, ich habe mich für Kevin Broll entschieden", sagte er nur, vergaß aber Tim Boss, der auf der Bank saß, und Patrick Wiegers, der auf der Tribüne Platz nahm, nicht.

"Jetzt habe ich eine Regelung gefunden, die, glaube ich, für die anderen beiden zählt. Es hat einfach keiner verdient, nie auf der Bank zu sitzen. Jeder bekommt im Wechsel zwei Spiele", so Fiel. Boss wird also in Karlsruhe noch in Reserve, in den beiden folgenden Partien daheim gegen Heidenheim und in Darmstadt dann Wiegers hinter Broll stehen.

"Kevin Broll bleibt im Konkurrenzkampf, weil er zwei hintendran hat, die Qualität haben, die spielen wollen. Und deshalb brauche ich mir über die Position keine Gedanken machen", will Fiel nicht auch noch hier eine Baustelle aufmachen. Doch dafür muss sich Broll mit Ball am Fuß steigern.

Dass er wie gegen Nürnberg auch in Zukunft nicht viel zu tun bekommt, würde Fiel und ihm selbst ohnehin gut gefallen. Denn irgendwann wird genau dann auch das Ergebnis passen.

Bankplatz: Tim Boss. Nach zwei Spielen jeweils tauschen er und Patrick Wiegers die rollen. Dann muss Boss auf die Tribüne.
Bankplatz: Tim Boss. Nach zwei Spielen jeweils tauschen er und Patrick Wiegers die rollen. Dann muss Boss auf die Tribüne.  © Lutz Hentschel
Saß am Sonnabend zum Auftakt neben seiner Frau auf der Tribüne: Patrick Wiegers.
Saß am Sonnabend zum Auftakt neben seiner Frau auf der Tribüne: Patrick Wiegers.  © Lutz Hentschel

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