Kaiserslautern jagt Dynamo-Stürmer Röser: Wechselt er an den Betze?

Dresden - Kommt bei Dynamo Dresden Bewegung in die Offensivabteilung? Offenbar hat Drittligist 1. FC Kaiserslautern Stürmer Lucas Röser (25) auf dem Wunschzettel.

Lucas Röser kam 2017 von der SG Sonnenhof Großaspach nach Dresden, spielte eine gute erste Saison, konnte das in der abgelaufenen Spielzeit nicht bestätigen.
Lucas Röser kam 2017 von der SG Sonnenhof Großaspach nach Dresden, spielte eine gute erste Saison, konnte das in der abgelaufenen Spielzeit nicht bestätigen.  © Lutz Hentschel

Wie das Kicker-Magazin in seiner Dienstagausgabe berichtet, sind die "Roten Teufel" an dem gebürtigen Ludwigshafener dran. 2017 war Röser von der SG Sonnenhof Großaspach nach Dresden gewechselt. Die SGD hatte eine Ablöse gezahlt, um den Stürmer loszueisen.

Nach neun Toren in seiner Premierensaison (damit bester Torschütze der Schwarz-Gelben) 2017/2018 bei Dynamo Dresden, konnte er in der vergangenen Spielzeit an die Leistungen nicht anknüpfen und erzielte nur vier Treffer.

Während er in der Vorsaison noch 1704 Minuten auf dem Platz stand, waren es in seiner zweiten Zweitliga-Spielzeit nur noch 785. Röser selbst war alles andere als zufrieden mit diesem Umstand.

Gegen Magdeburg und in Aue schoss Röser im März/Anfang April jeweils ein Tor. Seitdem durfte er aber nur noch bei Greuther Fürth und in Kiel von Beginn an auflaufen. In den anderen fünf Partien wurde er eingewechselt, gegen St. Pauli stand er nicht im Kader.

Röser besitzt in Dresden noch einen Vertrag bis Ende Juni 2020 und genau das könnte für den FCK zum Problem werden. Denn wollen die "Roten Teufel" Röser an den Betze locken, wird eine Ablöse fällig.

Lucas Röser (rechts) im Gespräch mit Dynamos Teampsychologe Sascha Lense.
Lucas Röser (rechts) im Gespräch mit Dynamos Teampsychologe Sascha Lense.  © Lutz Hentschel

Laut Informationen des Kicker kann der Drittligist die nur hinblättern, wenn Investor Flavio Becta, der im Mai mit seinem Einstieg den Klub vor dem Ruin rettete, erneut Geld locker macht. Er hatte dem Verein ein Darlehen von 2,6 Millionen Euro gewährt und weitere Investitionen angekündigt.

Allerdings dürfte der luxemburgische Bauunternehmer im Moment andere Sorgen haben. Denn er muss sich Anfang 2020 vor einem Gericht wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Veruntreuung von Firmengeldern verantworten.

Becca wird den Justizangaben zufolge vorgeworfen, in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer einer Reihe von Firmen zwischen 2004 und 2011 Luxusuhren gekauft zu haben. Ermittler hatten Medienberichten zufolge 2011 bei Becca eine Reihe originalverpackter teurer Armbanduhren gefunden. In der Erklärung des Anwalts dazu hieß es, Becca habe lediglich "Investitionen im Interesse der Unternehmensgruppe" vorgenommen. Er bestreite den Vorwurf der Geldwäsche und der Untreue.

Bleibt abzuwarten, ob weitere Gelder des Investors an den Betze fließen und ob die Teufel damit Röser locken könnten.

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