Dynamos 96-Held Jelen: „Das wird eine Schlacht!"

Vor zwei Jahren kehrte Martin Männel in Dresden ins Auer Tor zurück. Hier klärt er gegen Dynamo-Stürmer Mickael Poté.
Vor zwei Jahren kehrte Martin Männel in Dresden ins Auer Tor zurück. Hier klärt er gegen Dynamo-Stürmer Mickael Poté.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Knapp 120 Kilometer sind es vom Stadion an der Lennéstraße bis ins Auer Lößnitztal. Der Dynamo-Trupp brach trotzdem schon gestern Nachmittag nach dem Abschlusstraining Richtung Erzgebirge auf.

Schließlich steigt heute eines der wichtigstens Spiele der Saison. Das Sachsenderby bei den „Veilchen“ hat vor allem bei den Fans einen hohen Stellenwert.

Immerhin ist es mehr als 19 Jahre her, dass Dynamo zum letzten Mal im Erzgebirge gewinnen konnte. Einer kann sich an den 2:1-Auswärtssieg am 30. März 1996 in Aue noch ganz genau erinnern: Toni Jelen.

Der Pole kickte von 1996 bis 2000 für die Schwarz-Gelben, ackerte dabei im Mittelfeld. In der Winterpause der Saison 95/96 war er von Sachsen Leipzig nach Dresden gekommen, erkämpfte sich sofort einen Stammplatz.

„Mein erstes Tor für Dynamo habe ich ausgerechnet damals in Aue geschossen - es war auch noch das Siegtor. Leider bin ich kurz danach vom Platz geflogen“, weiß der heute 51-Jährige noch ganz genau. „Weil auch schon Ringo Herrig Gelb-Rot hatte, waren wir nur noch zu neunt, haben aber den Sieg über die Zeit gerettet. Das war eine schöne Schlacht im Schnee. Anders wird es wohl jetzt auch nicht werden.“

Aufstellung.
Aufstellung.

Wie es sich manchmal so ergibt, war Jelen, der im polnischen Wodzislaw eine Fußballschule betreibt, ausgerechnet in dieser Woche mal wieder in Dresden.

„Da habe ich das auch in der Morgenpost gelesen, dass der letzte Sieg in Aue fast 20 Jahre her ist.“

Jelen nutzte die Gelegenheit und schaute beim Training der aktuellen Dynamo-Truppe vorbei. „Sozusagen als Glücksbringer, auch wenn ich bis auf Peter Németh keinen mehr kenne. Aber ich drücke Dynamo natürlich weiter fest die Daumen. Ich denke, dass sie in dieser Saison so stark sind, dass endlich mal wieder ein Sieg in Aue möglich ist. Dynamo packt das!“

Übrigens: Beim Sieg 1996 hieß der Auer Trainer Ralf Minge. Der ist bekanntlich Dynamos aktueller Sportdirektor - und beobachtete Aue in dieser Saison bereits 13 Mal!

„Kämpfen und Siegen“ - so lautet das Dresdner Motto. Zum Sachsenderby werden (mindestens) 2 800 Dynamo-Fans erwartet.
„Kämpfen und Siegen“ - so lautet das Dresdner Motto. Zum Sachsenderby werden (mindestens) 2 800 Dynamo-Fans erwartet.

Fotos: News5/Grundmann, Frank Kruczynski, Picture Point/Sonntag


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