Aufstieg daheim? Dynamo kann's nur auswärts

2011 jubelten Cristian Fiel und seine Mitspieler in Osnabrück.
2011 jubelten Cristian Fiel und seine Mitspieler in Osnabrück.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Dass Dynamo am Sonnabend in Magdeburg den Sprung in die 2. Bundesliga perfekt macht, ist mehr als wahrscheinlich. Würde auch zur Vereinshistorie passen.

Denn seit der Wende ist die SGD noch nie daheim aufgestiegen, sondern feierte immer auf des Gegners Platz.

1991 in Leipzig

Auch wenn es vielleicht kein direkter „Aufstieg“ war - mit der Qualifikation für die Bundesliga fing Dynamos „Heimfluch“ 1991 an. Am 17. Mai war das Leipziger Bruno-Plache-Stadion Schauplatz des entscheidenden 2:1-Sieges der Dresdner gegen Lok. Die Dresdner waren als letzter Oberliga-Zweiter dabei in der großen, gesamtdeutschen Bundesliga.

2002 wurde unter Christoph Franke in Berlin gefeiert.
2002 wurde unter Christoph Franke in Berlin gefeiert.

2002 in Berlin

In einem Herzschlagfinale hatte sich Dynamo mit einem 3:1-Sieg gegen Hoyerswerda zum Oberliga-Meister gekürt - natürlich auswärts. Das Spiel war aus Sicherheitsgründen nach Eisenhüttenstadt (!) verlegt worden.

In der Aufstiegsrelegation trafen die Schwarz-Gelben auf die Zweite von Hertha BSC. Im Hinspiel erzielte Steffen Heidrich vor ausverkauftem Haus in Dresden das Tor des Tages zum 1:0.

Zum Rückspiel am 9. Juni 2002 im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion begleiteten mehr als 10000 Sachsen-Fans ihre Mannschaft. Nach einer Zitterpartie stand es am Ende 0:0 - Dynamo stieg in die damals drittklassige Regionalliga auf.

2004 in Uerdingen

Ranisav Jovanovic hatte Dynamo einen Spieltag vor Schluss vor 36000 Zuschauern mit seinem Tor gegen Neumünster das Tor zur 2. Liga ganz weit aufgestoßen. Mit drei Punkten und 13 Toren Vorsprung trat Dynamo am 5. Juni in Uerdingen an - und verlor 0:1. Reichte trotzdem - mehr als 12000 Fans feierte in der Grotenburg.

2011 in Osnabrück

Als Drittliga-Dritter hatte sich Dynamo auf den letzten Drücker für die Aufstiegsrelegation gegen den Zweitliga-Drittletzten VfL Osnabrück qualifiziert. Im Hinspiel kam man zu Hause nicht über ein 1:1 hinaus.

Aber das Rückspiel gewann die Loose-Elf in Osnabrück trotz Rückstandes mit 3:1 in der Verlängerung.

2004 jubelten Christoph Franke (Mitte) und seine Spieler in Uerdingen.
2004 jubelten Christoph Franke (Mitte) und seine Spieler in Uerdingen.

Fotos: Lutz Hentschel, Dehli-News, osnapix, Christiane Karsch


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