Das ist Dynamos Edelbank

Pascal Testroet musste sich beim Saisonauftakt zunächst mit einem Platz in der Reserve zufrieden geben.
Pascal Testroet musste sich beim Saisonauftakt zunächst mit einem Platz in der Reserve zufrieden geben.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Jede Mannschaft ist nur so gut wie ihre Bank. Geht man nach danach, sieht es bei Dynamo in dieser Saison wirklich verheißungsvoll aus. Denn der Kader hat eine neue Stärke - die „Macht“ der Dresdner Bank.

„Wir sind in der Breite besser aufgestellt als im vorigen Jahr, haben mehr Erfahrung im Team - Lumpi, Fabian Müller oder Paco haben schon einiges mitgemacht. Es war ein lehrreiches Jahr für uns alle, jetzt sind wir gefestigter und hoffen, dass so etwas nicht mehr passiert“, meinte Kapitän Michael Hefele schon vor dem ersten Anpfiff der Saison.

Mit „so etwas“ meint der Abwehrchef die unglaubliche Durststrecke, als Dynamo nach der Winterpause acht von neun Punktspielen verlor.

Testroet hält sich an der Dresdner Bank fest. Auf der saßen einige Stammkräfte der vergangenen Saison wie Patrick Wiegers, Luca Dürholtz, Sinan Tekerci und Jannik Müller (v.l.n.r.).
Testroet hält sich an der Dresdner Bank fest. Auf der saßen einige Stammkräfte der vergangenen Saison wie Patrick Wiegers, Luca Dürholtz, Sinan Tekerci und Jannik Müller (v.l.n.r.).

Trainer Uwe Neuhaus und Sportdirektor Ralf Minge achteten bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft vor allem darauf, den Ausfall von Leistungsträgern besser kompensieren zu können.

„Mit dem jetzigen Personal sind wir auf allen Positionen gut aufgestellt, jede ist mindestens doppelt besetzt“, sagt Minge.

Die erste Aufstellung bestätigt das: Mit Torwart Patrick Wiegers, den Defensiven Jannik Müller und Niklas Kreuzer sowie den Mittelfeldleuten Luca Dürholtz und Sinan Tekerci saßen gleich fünf Mann draußen, die in der Vorsaison größtenteils zum Stammpersonal zählten.

Als einziger Neuzugang fand sich Stürmer Pascal Testroet auf der Bank wieder - für viele etwas überraschend.

„Paco hatte in der Vorbereitung eine Woche Unterbrechung. Aber auch die Art und Weise, wie Stuttgart spielt, war entscheidend. Tim hat viele Bälle gesichert, verlängert und abgefangen“, begründete Neuhaus seine Entscheidung für den Finnen Tim Väyrynen im Sturmzentrum.

Doppeltorschütze Justin Eilers legte einen super Start in die Saison hin.
Doppeltorschütze Justin Eilers legte einen super Start in die Saison hin.

Neuhaus, der gegen Stuttgart gleich sechs Neuzugänge in die Startelf stellte, gab zudem doch Nils Teixeira als Rechtsverteidiger den Vorzug vor Kreuzer.

Aias Aosman setzte sich gegen Dürholtz durch und lieferte promt eine starke Leistung ab. Jannik Müller wird aktuell wohl seine Flexibilität zum Verhängnis - er ist sowohl als Innenverteidiger wie auch als „Sechser“ erster Ersatz.

Und Tekerci kommt auf den Außenbahnen derzeit nicht an Marvin Stefaniak und Justin Eilers vorbei.

Für Neuhaus scheint die „Edelbank“ ein Luxus zu sein, sie ist aber eher die Voraussetzung dafür, die hochgesteckten Ziele zu erreichen. Denn momentan kann er ohne Qualitätsverlust wechseln.

Neuhaus will zudem von der einen „Stammelf“ sowieso nichts wissen: „Die gibt es ja auch nicht in dem Sinne. Jeder wird im Verlauf der Saison wichtig werden. Und jeder, der auf der Bank sitzt, ist ein Härtefall.“

Für Dynamo sollte diese Situation langfristig zum Glücksfall werden.

Fotos: Lutz Hentschel


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