Der kometenhafte Aufstieg von Giuliano macht Dynamo stark

„Er hat‘s gemacht!“ Michael Hefele (r.) zeigt nach dem 3:2 von Giuliano Modica gegen Halle auf seinen Abwehrkollegen.
„Er hat‘s gemacht!“ Michael Hefele (r.) zeigt nach dem 3:2 von Giuliano Modica gegen Halle auf seinen Abwehrkollegen.

Von Dirk Löpelt

Dresden - „Offense wins games, defense wins championships.“ Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften - diese Sport-Weisheit gilt nicht nur im Fußball-Mutterland England, sie gilt auch hier und demzufolge auch für Dynamo.

Der souveräne Tabellenführer der 3. Liga begeisterte bisher mit tollem Angriffsfußball - 36 Tore in 15 Spielen sind absolute Liga-Spitze.

Doch was die Schwarz-Gelben bisher ebenfalls stark macht, ist die kompakte Hintermannschaft. Die kassierte zwar im Durchschnitt einen Treffer pro Partie, ist aber längst nicht mehr so wackelig wie in der Vorsaison.

„Da sind wir insgesamt etwas souveräner und reifer geworden“, stellte Michael Hefele schon mehrfach fest. Der ist nicht nur Kapitän, sondern als Abwehrchef auch Teil der besten Innenverteidigung der Liga.

Modica hat in der laufenden Saison noch nicht eine einzige Gelbe Karte kassiert - und das als Innenverteidiger.
Modica hat in der laufenden Saison noch nicht eine einzige Gelbe Karte kassiert - und das als Innenverteidiger.

Denn mit der Verpflichtung von Giuliano Modica ist Trainer Uwe Neuhaus und Sportdirektor Ralf Minge ein Volltreffer gelungen. Der 24-jährige Italo-Argentinier kam von Regionalligist Kickers Offenbach und schlug ein wie eine Bombe.

Der Abwehrmann hat eine sensationelle Entwicklung gemacht, gehört regelmäßig - wie auch gegen Magdeburg - zu den besten schwarzgelben Kickern. „Es war wieder ein hartes Stück Arbeit“, meinte „Mocki“ nach dem Ostderby.

In dem machte er nicht nur hinten einen guten Job, sondern war auch vorn gefährlich. Ein Kopfball knallte an die Lattenunterkante, einen fischte FCM-Keeper Jan Glinker überragend raus.

Dabei hatte Modica gerade mit den Magdeburgern noch eine Rechnung offen: „Die habe ich ja noch aus der Relegation mit Offenbach in Erinnerung. Denen hätte ich gerne einen reingedrückt.“

Was das Duo Hefele/Modica neben der Defensiv-Qualitäten auch ausmacht, ist eben diese Torgefährlichkeit. Hefele führt mit bereits fünf Treffern die Torjägerliste der Verteidiger in der 3. Liga an.

Auch privat läuft es beim Italo-Argentinier klasse: Mit Freundin Leslie und der Hundedame Nala hat er sich gut in Dresden eingelebt.
Auch privat läuft es beim Italo-Argentinier klasse: Mit Freundin Leslie und der Hundedame Nala hat er sich gut in Dresden eingelebt.

Modica, der bisher in allen 15 Punktspielen 90 Minuten auf dem Platz stand,gelang bisher immerhin ein wichtiges Tor - das 3:2 gegen Halle.

Von seinem Trainer gab es auch schon viel Lob: „Giuliano kann Situationen früh einschätzen und steht deshalb meist richtig zum Ball“, sagte Neuhaus.

Auch ein Grund dafür, dass Modica bishe rnicht eine(!) Gelbe Karte sah. In dieser Hinsicht hat sich auch sein Kollege Hefele stark verbessert. In der Vorsaison kassierte der 25-Jährige noch 13 Gelbe und eine Gelb-Rote.

Jetzt - mit der Verantwortung des Spielführers - bekam er gerademal eine Verwarnung. Noch ein Grund für die Stabilität in der Abwehrzentrale: Mit Dennis Erdmann entfernte Neuhaus einen Unruheherd.

Eine weise Entscheidung, wenn man die aktuelle Statistik des „Abwehrrambos“ bei Hansa Rostock sieht: Acht Gelbe und eine Rote Karte. Momentan ist Erdmann mal wieder gesperrt.

Fotos: Lutz Hentschel, imago


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