Dynamos Hauptmann hat definitiv die guten Gene seines Vaters





Niklas Hauptmann (r.) behauptet 
sich gegen Patrick Schönfeld.
Niklas Hauptmann (r.) behauptet sich gegen Patrick Schönfeld.  © Lutz Hentschel

Dresden - Manchmal muss der Zufall etwas nachhelfen. Weil Aias Aosman aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader und damit der Startelf flog, durfte Niklas Hauptmann gegen Braunschweig von Beginn an ran. 

Er wurde zu einem der besten Dynamos beim 3:2 gegen den Tabellenführer.

Frech, selbstbewusst, mutig - „Haupe jr.“ sorgte gegen die Eintracht sofort für Belebung, und der Gegner wusste mit diesem Jungspund wenig anzufangen. 

Wie in der 20. Minute, als er sich mit Marvin Stefaniak in den Strafraum doppelpasste und nur beim Schuss verzog. 

„Am Abschluss muss ich allgemein noch ein bisschen arbeiten, da war ich zu hektisch“, schätzte der 20-Jährige nachher ganz sachlich ein.





Der geht leider vorbei: Niklas Hauptmann (3.v.l.) hat nach einer ganz 
starken Aktion im Strafraum abgezogen, das Tor aber verfehlt.
Der geht leider vorbei: Niklas Hauptmann (3.v.l.) hat nach einer ganz starken Aktion im Strafraum abgezogen, das Tor aber verfehlt.  © Lutz Hentschel

Keine Frage, Niklas hat die Gene seines Vaters offenbar geerbt - nicht nur fußballerisch, sondern auch charakterlich. Sportdirektor Ralf Minge und Trainer Uwe Neuhaus waren so vom Potenzial des Eigengewächses überzeugt, ihm einen neuen Vertrag bis 2020 anzubieten. Die Unterschrift war Formsache. 

„Ich bin dankbar für dieses Vertrauen, ich brauche dieses Vertrauen“, sagte der Mittelfeldmann, dem Kapitän Marco Hartmann ob der unglaublichen Wendigkeit schon den Spitznamen „Schlange“ verpasst hat. „Solange es nur die ,Schlange‘ ist und nicht die ,falsche Schlange‘, ist das in Ordnung für mich“, verriet Niklas dem Stadionmagazin „Kreisel“. Zumal ihn die meisten Mitspieler immer noch „Haupe“ rufen.

Das Comeback der Mannschaft gegen die Eintracht war einer der ersten Höhepunkte in der Profikarriere des Linksbeiners: 

„Die zweite Halbzeit war der absolute Wahnsinn, einmalig. Auf dem Feld habe ich so was noch nicht erlebt, auf den Rängen schon. Wir haben uns super zurückgekämpft. Mit den Fans im Rücken waren wir gefühlt zwei Mann mehr, da mussten wir aufs dritte Tor spielen.“


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