Fans sind „Hauptsponsor“ der Mission Aufstieg!

Bei Dynamo sind die Fans eine Macht. Nicht nur die Unterstützung ist fantastisch, sondern auch finanziell hilft es dem Club.
Bei Dynamo sind die Fans eine Macht. Nicht nur die Unterstützung ist fantastisch, sondern auch finanziell hilft es dem Club.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Die Fans sind eine Macht! Bei Drittliga-Spitzenreiter Dynamo sind sie nicht nur der 12. Mann, sondern auch noch der „Hauptsponsor“ der Mission Aufstieg.

Zehn Siege, zwei Unentschieden - die bisherige Erfolgsserie der Schwarz-Gelben ist schlicht außergewöhnlich. Und teuer. Robert Schäfer freut sich natürlich wie alle im und um den Verein über den sportlichen Höhenflug. Allerdings muss der Finanz-Geschäftsführer nach jedem Spieltag tief in die Kasse greifen.

Nach einem Sieg werden Prämien in mittlerer fünfstelliger Höhe fällig - kein Kleingeld also. In früheren Zeiten hätte das die wirtschaftliche Lage schnell ins Wanken gebracht.

Nicht so aktuell. Schäfer: „Die Siegprämien für unsere Spieler haben wir in der Lizenzierung berücksichtigt, auch der sehr gute Saisonstart bringt uns aus planerischer Sicht nicht in Verlegenheit. Von daher ist die Freude über jedes erfolgreiche Spiel, das Uwe Neuhaus mit seiner Mannschaft bestreitet, bei Ralf Minge und mir absolut ungetrübt.“

Robert Schäfer freut sich, dass selbst die hohen Prämienzahlungen angesichts des guten Saisonstarts der Verein in keiner finanziellen Schieflage ist - im Gegenteil.
Robert Schäfer freut sich, dass selbst die hohen Prämienzahlungen angesichts des guten Saisonstarts der Verein in keiner finanziellen Schieflage ist - im Gegenteil.

Zudem Schäfer [&] Co. ja noch einen Trumpf in der Hinterhand haben, den es anderswo - zumindest in dieser Liga - so nicht gibt: die Fans. Dynamo erlebt derzeit einen Boom sondersgleichen. Zu den sechs Heimspielen kamen bisher 163.251 Zuschauer - unglaubliche 27.208 im Durchschnitt.

Zum Vergleich: In der Vorsaison kam man auf einen Schnitt von 22.748 Zuschauern, musste dabei aber das Geisterspiel gegen Erfurt verkraften. Trotzdem waren die Zuschauereinnahmen immens. Auf 40 Prozent bezifferte Schäfer im Sommer den Anteil am Drei-Millionen-Gewinn.

Im neuen Etat wurde dennoch eher vorsichtig und defensiv geplant - für die Saison 2015/16 rechnet man mit 22.500 Zuschauern pro Heimspiel. Deshalb kann Dynamos Mannschaft weiter munter drauf los siegen - der Verein kann und will sich das ja leisten.

„Diese Unterstützung von den Rängen ist der Wahnsinn. Vor vollem Haus zu spielen, das wünscht sich jeder Fußballer. Wir in Dresden dürfen alle zwei Wochen eine überragende Stimmung genießen - und das in der 3. Liga. Das ist einfach geil!“, schwärmt Torjäger Justin Eilers.

Auch wenn das Sachsenpokal-Achtelfinale Freitabend gegen den Chemnitzer FC noch nicht ausverkauft ist - spätestens am 17. Oktober, wenn Energie Cottbus zum nächsten Ostderby nach Dresden kommt, heißt es: Volles Haus!

Fotos: imago; Worbser


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