Dynamo ist geschockt! Es ist bitter und tut richtig weh

Dynamo-Stürmer Pascal Testroet schiebt sich gleich vor Aue-Torwart Martin Männel, um an den Ball zu kommen.
Dynamo-Stürmer Pascal Testroet schiebt sich gleich vor Aue-Torwart Martin Männel, um an den Ball zu kommen.  © Lutz Hentschel

Dresden - Der Schock saß tief, denn damit hatte wohl keiner gerechnet. Während die Auer vorm Gästeblock ihren nächsten Derby-Triumph an der Elbe feierten, schlichen die Dynamos mit hängenden Köpfen vom Platz.

Vor einer Woche nach dem 2:0 in Hannover noch gefeierte Helden, jetzt von den ungeliebten „Veilchen“ im eigenen Stadion gedemütigt. Das lässt sich schwer verkraften. 

Aber gerade in der Niederlage zeigt sich bekanntlich die wahre Größe. Und so stellten sich die Dynamos auch nach der ersten Niederlage seit einer gefühlten Ewigkeit. 

„Ein Derby gegen Aue zu verlieren, das tut schon weh, das ist bitter“, fasste Pascal Testroet die allgemeine Gefühlslage zusammen.

Dabei hatten sich die Schwarz-Gelben die 0:3-Pleite selbst zuzuschreiben. 

Aue-Keeper Martin Männel fiel auf Pascal Testroet. Der meinte nachher:„Ein klarer Elfmeter!“ Der Pfiff blieb leider aus.
Aue-Keeper Martin Männel fiel auf Pascal Testroet. Der meinte nachher:„Ein klarer Elfmeter!“ Der Pfiff blieb leider aus.  © Lutz Hentschel

Aue spielte zwar clever, aber auch nicht überragend. Dynamo aber war vom kombinationssicheren Offensivfußball meilenweit entfernt. Zumindest streckenweise. Genau das monierte der Kapitän am meisten: „Wir haben sehr unglücklich, aber verdient verloren“, sagte Marco Hartmann.

„Wir waren in einigen Phasen überragend, in einigen Phasen aber katastrophal. Solche Schwankungen verträgst du nicht.“ Sogar eine vermeintliche Kleinigkeit kritisierte Hartmann. Und zwar an sich selbst: „Nach dem 0:2 muss ich den Ball nach dem Anstoß nach vorn und darf ihn nicht nach hinten spielen - das war das falsche Signal. Was dann Marv (Marvin Schwäbe/d. Red.) passiert, ist egal.“

Marvin Stefaniak hatte nach Bekanntwerden seines Wechsels nach Wolfsburg negative Reaktionen der Fans befürchtet. Davon war nichts zu spüren. „Das freut mich natürlich, dass sie Verständnis zeigen“, meinte der Mittelfeldmann. Richtig freuen konnte er sich an diesem trüben Tag natürlich nicht. „Wir haben einfach schlechten Fußball gespielt, waren nicht gut drauf.“

Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Am Mittwoch geht‘s auf dem Betzenberg schließlich gegen Lautern schon weiter. Und dort kann es eigentlich nur besser werden.


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