Kommt Dynamos Passmaschine in Bochum wieder auf Touren?

Uwe Neuhaus (r.) und sein Co-Trainer Peter Németh sahen die bisher schlechteste Leistung ihrer Mannschaft.
Uwe Neuhaus (r.) und sein Co-Trainer Peter Németh sahen die bisher schlechteste Leistung ihrer Mannschaft.  © Lutz Hentschel

Dresden - Der Termin stand schon eine Weile fest, kommt aber gerade jetzt zum passenden Zeitpunkt: Dienstagnachmittag hat das Dynamo-Präsidium die Profis nebst Frauen und Kindern zum gemeinsamen Mannschaftsausflug eingeladen.

Eine gute Gelegenheit, um nach dem bitteren 0:4 gegen Sandhausen mal kurz auf andere Gedanken zu kommen.

Ausführlich zu reden wird über die teils desaströse Leistung und deren Gründe in dieser Woche auf jeden Fall nötig sein. Trainer Uwe Neuhaus wird seine Kicker mit einer detaillierten Videoanalyse der 90 Minuten „quälen“.

Und dabei versuchen, die Antwort auf die Frage zu finden, warum der „Dorfklub“ den vermeintlichen „Dynamo-Code“ so einfach knacken konnte.

In der Vorsaison galten die Schwarz-Gelben als Passmaschine der 2. Liga, ließen den Gegner meist laufen.

Gegen Sandhausen funktionierte das überhaupt nicht, weil die Gäste konsequent Mann gegen Mann spielten - soll im Fußball ab und an vorkommen.

Positiver Typ: Für Patrick Möschl (vorn) heißt es „Mund abwischen und angreifen!“
Positiver Typ: Für Patrick Möschl (vorn) heißt es „Mund abwischen und angreifen!“  © Lutz Hentschel

Dynamo jedoch schien von dieser Spielweise völlig überrumpelt und perplex - ein ums andere Mal landete die Kugel bei Torwart Marvin Schwäbe, dem dann oft nur die so verpönte Spieleröffnung mit langen Bällen übrig blieb.

Dazu kam spätestens nach dem 0:2 die Körpersprache - die Dresdner wirkten deprimiert, kraftlos, wehrten sich scheinbar kaum noch gegen die weiteren SVS-Tore, die durch schnelle Konter fielen. Bereits in der Vorbereitung hatte Dynamo in sieben Testspielen 15 Gegentreffer kassiert. Jetzt sind es in drei Meisterschaftspartien und dem DFB-Pokal bereits acht.

Neuhaus hatte bereits nach der Heimpleite einen Grund fürs Versagen genannt: „Wir können ja Plan A bis Z in der Tasche haben, auf dem Platz sortieren wie wir wollen. Wenn der Gegner Mann gegen Mann spielt, muss man sich durchsetzen. Und das ist es, was wir besser machen müssen.“

Allein das SVS-System kann es also nicht gewesen sein. Meint auch Kapitän Marco Hartmann: „Es war ja nicht das erste Mal, und wir haben es ja auch schon besser gemacht. Bochum zum Beispiel hat damals gegen uns auch sehr mannorientiert verteidigt und trotzdem haben wir zur Pause 2:0 geführt. Man kann das also besser lösen, es liegt nicht nur am Gegner, es ist auch unser eigener Umgang damit.“

Oder man kann es auch ganz einfach zusammenfassen. So wie Patrick Möschl: „Vier Gegentore sind heftig viel. Aber jetzt heißt es: Mund abwischen und in Bochum wieder angreifen!“


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