Die Uhr tickt! Dynamo hat bis Sonntag noch eine "heiße Aufgabe"

Dynamo-Coach Uwe Neuhaus (r.) verfolgte die Generalprobe mit skeptischem Blick
Dynamo-Coach Uwe Neuhaus (r.) verfolgte die Generalprobe mit skeptischem Blick  © picture point/Sven Sonntag

Dresden - Die Uhr tickt gnadenlos, und die Zeit könnte gegen Dynamo laufen. Am Sonntag, 15.30 Uhr, wird es für die Schwarz-Gelben in der 2. Bundesliga wieder ernst.

Doch bis zur Partie gegen Aufsteiger MSV Duisburg gibt es für die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus noch einiges zu tun. So gesehen war die Generalprobe gegen den VfL Wolfsburg noch einmal die Bestätigung dessen, was bereits die gesamte Vorbereitung gezeigt hat: Dynamo ist aus verschiedenen Gründen noch nicht in Zweitliga-Form.

Dabei war die 3:4-Niederlage nach einer 2:0-Führung (Tore: Manuel Konrad, Pascal Testroet) vor allem deshalb bitter, weil Dynamo binnen 13 Minuten vier (!) Gegentreffer kassierte - das sollte einer Profimannschaft eigentlich nicht passieren.

„Wir hatten schon einiges mehr erwartet. Weniger vom Ergebnis her, das spielt eine untergeordnete Rolle, aber von der Art und Weise. Wolfsburg hatte viel Ballbesitz, wir konnten unser Spiel nicht durchsetzen. Ich glaube, dass mindestens zwei Tore absolut vermeidbar waren. Da haben wir uns in der Defensive teilweise schlecht verhalten, haben Stellungsfehler auf den Flügeln begangen, die bestraft wurden. Dass wir noch eine Menge Arbeit haben, ist schlecht. Aber auch gut zu wissen“, meinte Neuhaus.

Auch bei der Enstehung des 2:3 war die 
Dynamo-Defensive nicht recht im Bilde.
Auch bei der Enstehung des 2:3 war die Dynamo-Defensive nicht recht im Bilde.  © Eric Münch

Da konnte auch das Lob seines Kollegen Andries Jonker kaum helfen. Der Holländer sah Dynamo nämlich etwas besser: „Die Dresdner sind voll draufgegangen, da hatten wir Schwierigkeiten. Das hat mir sehr gut gefallen, dass sie wirklich versuchen, Fußball zu spielen. Und nicht die Bälle einfach auf die Tribüne oder nach vorn hau‘n und dann hinterher rennen. Die versuchen, von Gelb zu Gelb zu spielen. Mir gefällt das sehr und ich hoffe, dass sie damit weiter erfolgreich sind“, sagte Jonker, der aber dennoch „einen Unterschied in der Qualität zwischen einem guten Zweitligisten und hoffentlich einem guten Bundesligisten“ erkannte.

„Als wir gezeigt haben, was wir fußballerisch drauf haben, hatte Dresden keine Chance.“

Das wiederum ist nicht der Maßstab für die Auftaktpartie gegen Duisburg. Zumal gegen Wolfsburg gleich sechs wichtige Spieler fehlten: Marco Hartmann, Niklas Hauptmann, Aias Aosman, Rico Benatelli, Florian Ballas und Sören Gonther sind mehr oder weniger schwer angeschlagen. Wer von ihnen bis zum Sonntag fit wird, ist weiter offen.

„Das ist schwer zu sagen, das wird eine heiße Aufgabe“, sagt Neuhaus, der natürlich das Risiko abwägen muss.

Ob in dieser Woche noch ein Neuzugang verpflichtet wird, konnte oder wollte Neuhaus nicht sagen: „Regnet‘s morgen? Keine Ahnung. Wir sind dabei, schon längere Zeit. Aber einige Dinge gestalten sich schwierig.“

Dynamo-Verteidiger Jannik Müller (l.) hatte Wolfsburgs Starstürmer Mario 
Gomez ganz gut im Griff.
Dynamo-Verteidiger Jannik Müller (l.) hatte Wolfsburgs Starstürmer Mario Gomez ganz gut im Griff.  © Eric Münch
Auch der K-Block war bei der Generalprobe eher spärlich besetzt. Offiziell 
10.035 Zuschauer waren im DDV-Stadion.
Auch der K-Block war bei der Generalprobe eher spärlich besetzt. Offiziell 10.035 Zuschauer waren im DDV-Stadion.  © Eric Münch

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