Stefaniak mit tollem "Playstation-Tor" gegen Kiew

Stefan Kutschke (r.) vernaschte die Abwehr im Stile von Zinédin Zidane,
Stefan Kutschke (r.) vernaschte die Abwehr im Stile von Zinédin Zidane,

Von Dirk Löpelt

Marbella - Das dürfte auch die Konkurrenz aufhorchen lassen! Dynamo hat nach zwei Niederlagen im Spanien-Camp einen großen Achtungserfolg erzielt.

Die Schwarz-Gelben trotzten dem ukrainischen Meister Dynamo Kiew im abschließenden Härtetest ein 2:2 ab.

Dabei war der Champions-League-Achtelfinalist mit fast allen Stars angetreten. Auch wenn die den letzten Ehrgeiz wohl etwas vermissen ließen, entwickelte sich vor allem in der ersten Halbzeit eine intensive und temporeiche Partie.

Und die hatte in der 45. Minute ihren ersten Höhepunkt: Marvin Stefaniak, der nach einer Achillessehnen-Reizung erstmals wieder spielte, schlenzte einen Freistoß aus 20 Metern perfekt über die gegnerische Mauer ins linke Dreiangel - 1:0 für die Dresdner Dynamos.

Stefaniak freute sich über sein Tor, das er sonst nur von der Playstation kennt.
Stefaniak freute sich über sein Tor, das er sonst nur von der Playstation kennt.

„Den wollte ich genau dort hinhaben. Unglaublich, gegen eine Mannschaft wie Kiew zu treffen. Das kennt man sonst nur von der Playstation“, freute sich Stefaniak.

Kiews Trainer Sergej Rebrov, selbst einer der ganz Großen des ukrainischen Fußball (u.a. für Donezk, Kiew, Tottenham und Fenerbahce aktiv), gefiel das weniger...

Zur Halbzeit tauschten beide Mannschaft ihr Personal fast komplett aus, was dem Unterhaltungswert keinen Abbruch tat.

Allerdings kassierte der deutsche Drittligist nach zwei Schlummereinheiten in der Defensive zwei Gegentreffer (56., 62.). In der 88. Minute dann der Lohn dafür, dass man nie aufsteckte.

Neuzugang Stefan Kutschke vernaschte die Kiew-Abwehr mit einem Zinedine-Zidane-Trick und passte von der Grundlinie auf Tim Väyrynen.

Der Finne versenkte die Kugel aus sieben Metern zum verdienten 2:2. Vor allem die Vorbereitung ließ Kutschkes Kollegen mit dem Kopf schütteln: „Das war ein überragender Trick, brutal“, staunte auch Marco Hartmann nicht schlecht.

Scout Kristian Walter (l.) und Sportchef Ralf Minge beobachteten die Partie von ganz oben.
Scout Kristian Walter (l.) und Sportchef Ralf Minge beobachteten die Partie von ganz oben.

Fotos: Lutz Hentschel


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