Beendet Hartmann seine Karriere bei Dynamo?

Marco Hartmann ist einer, der immer vorangeht.
Marco Hartmann ist einer, der immer vorangeht.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Musterprofi mit Kämpferherz, treue Seele, Dynamo-Vize-Kapitän und jetzt auch noch Torjäger - 2016 läuft für Marco Hartmann bis jetzt so richtig rund. Wenn es nach dem „großen Blonden“ geht, soll das natürlich noch lange so bleiben.

Lange bleiben sind auch die Stichwörter, wenn es um die Zukunftsplanungen des 27-Jährigen geht, dessen Vertrag noch bis 2017 gültig ist. „Ein Karriereende in Dresden kann ich mir gut vorstellen. Es spricht von meiner Seite nichts dagegen, die nächsten Jahre hierzubleiben.“

Als der Mittelfeldmann 2013 vom damaligen Zweitligisten Dynamo aus Halle als Ergänzungsspieler geholt wurde, war nicht abzusehen, dass Hartmann einmal so etwas wie das Aushängeschild des Vereins werden könnte. Mittlerweile ist er das aus verschiedenen Gründen.

Hartmann (l.) ist ein wichtiger Baustein in der Mannschaft.
Hartmann (l.) ist ein wichtiger Baustein in der Mannschaft.

„Er zeigt immer Einsatz und Willen, auch und gerade, wenn‘s mal nicht so läuft. Er marschiert immer voran“, fasst Dynamo-Idol Dixie Dörner das Erscheinungsbild des sympathischen, bodenständigen Thüringers zusammen.

Der zeigte auch Charakter, als Dynamo aus der 2. Liga abstieg. Im Gegensatz zu vielen anderen stand er zu seinem Wort und blieb bei der SGD. Am Saisonende könnte es für den zusammen mit Marvin Stefaniak dienstältesten Dynamo-Profi, der in drei Jahren hier bisher bereits sechs Trainer erlebte, mit dem Aufstieg die verdiente Belohnung geben.

Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Weshalb sich Hartmann immer nur mit dem nächsten Gegner beschäftigt. Und der heißt Fortuna Köln. „Das Wichtigste wird sein, dass wir das 5:1 aus dem Hinspiel aus unseren Köpfen kriegen“, mahnt „Harti“. Denn die Kölner sind längst kein Kanonenfutter mehr. Allerdings kann sich Dynamo im neuen Jahr auf Hartmann verlassen - als Defensivspieler ist er mit drei Treffern nach der Winterpause zusammen mit Stürmer Pascal Testroet Dynamos bester Torschütze.

Derzeit wandelt Hartmann - nicht nur seiner blonden Haare wegen ein helles Köpfchen - übrigens auf anderen Pfaden. Gegen seinen Dynamo-Kollegen Jannik Müller „zockt“ er ein Managerspiel, zuletzt in der Premier League, aktuell aber in der hiesigen 3. Liga.

„Dafür kehre ich kurzzeitig zu meinem alten Verein zurück“, schmunzelt Hartmann. Acht Jahre hatte er für den Halleschen FC gespielt. Jetzt ist er zumindest virtuell HFC-Manager...

Fotos: Lutz Hentschel


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