Exklusiv-Interview mit Sportchef Minge

Kann mit sich und der Welt derzeit sehr zufrieden sein: Dynamos Sportdirektor Ralf Minge.
Kann mit sich und der Welt derzeit sehr zufrieden sein: Dynamos Sportdirektor Ralf Minge.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Das Ziel ist glasklar: Dynamo will und muss in dieser Saison den Aufstieg und damit die Rückkehr in die 2. Bundesliga schaffen. Bislang läuft es prächtig, schließlich stehen die Schwarz-Gelben mit großem Vorsprung an der Tabellenspitze der 3. Liga. Morgenpost sprach dazu mit Sportdirektor Ralf Minge (55).

MOPO: Herr Minge, Dynamo ist in der Liga bisher das Maß aller Dinge. Sie könnten sich aktuell jeden Tag auf die Schulter klopfen, oder?

Minge: „Das mache ich natürlich nicht. Aber richtig ist, dass wir wohl eine ganze Menge ganz ordentlich gemacht haben.“

MOPO: Das Pokalspiel gegen Chemnitz wurde trotz großer Personalsorgen recht souverän gewonnen. Waren Sie davon überrascht?

Minge: „Um ehrlich zu sein, ja. Da wurde ja fast nahtlos, nein wirklich nahtlos an die Qualität unseres Spiels angeknüpft. Das ist eine schöne Bestätigung für die Jungs, die am Start waren.“

Den Augenblick genießen, aber nicht zurücklehnen: Dynamos Sportdirektor Ralf Minge (l.) und Trainer Uwe Neuhaus.
Den Augenblick genießen, aber nicht zurücklehnen: Dynamos Sportdirektor Ralf Minge (l.) und Trainer Uwe Neuhaus.

MOPO: Könnte vor allem die Breite des Kaders am Ende entscheidend werden?

Minge: „Ja, wir haben aus der vorherigen Saison gelernt. Als damals mit Fiel, Hartmann und Moll gleichzeitig alle drei Sechser ausfielen, konnten wir das nicht kompensieren. Jetzt sind wir in der Lage, problematische Phasen besser zu umschiffen. Für die vermeintlichen Stammspieler heißt das gleichzeitig, dass sie nie nachlassen dürfen. Weil hinter ihnen schon welche mit den Hufen scharren.“

MOPO: Dennoch ist die Situation für einen Spieler wie Luca Dürholtz nicht einfach - der hat in der Liga gerade mal 35 Minuten gespielt. Wie sehen Sie seine Situation?

Minge: „Luca hat letztes Jahr richtig gute Spiele gemacht. Er passt ja wie die Faust aufs Auge für das, was wir wollen. Und gegen Chemnitz hat er das richtig gut gemacht. Aber wir sind nun mal im Leistungssport unterwegs. Klar tut das einem wie ihm weh, das ist nicht lustig. Aber es ist ja nicht so, dass er auf Gedeih und Verderb nicht mehr spielt. Er ist vielmehr der Beweis dafür, dass wir auf hohem Niveau reagieren können. Und er ist ein deutlicher Beleg, dass wir wirklich alle brauchen.“

Fotos: Hentschel/Worbser


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