Dynamos Minge macht "den Sammer"!

Ralf Minge will bei Dynamo die Gefahr des Schlendrians bannen.
Ralf Minge will bei Dynamo die Gefahr des Schlendrians bannen.

Benahavis - Ralf Minge (55) und Matthias Sammer (48) haben noch gemeinsam für Dynamo Dresden in der DDR-Oberliga gespielt. Beide verbindet seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft.

Und noch mehr: Sowohl Minge als auch Sammer sind bei ihren Vereinen als Sportchef in der Verantwortung.

Wie der große FC Bayern München die Bundesliga so dominierten die Dynamos in dieser Saison bisher die 3. Liga. Mit elf Punkten Vorsprung starten die Schwarz-Gelben am 23. Januar in die Restrückrunde - was soll da auf dem Weg zum Aufstieg in die 2. Bundesliga also noch passieren?

Doch genau darin sieht Minge eine Gefahr. Und macht in dieser komfortablen Situation "den Sammer". "Das ist unsere Aufgabe, ganz klar! Das ist nicht bloß fußballtypisch, das ist im gesamten Leben so. Wenn man das Gefühl hat, dass es eine sehr privilegierte Situation ist und sich dann zurücklehnt und das Investment runterfährt und nicht mehr den Preis bezahlt, bekommt man die Quittung dafür.

Dynamo geht als klarer Favorit in die Rückrunde. Doch der Sportdirektor bleibt vorsichtig.
Dynamo geht als klarer Favorit in die Rückrunde. Doch der Sportdirektor bleibt vorsichtig.

Insofern haben wir die Antennen draußen. Das ist die Aufgabe von den Führungskräften, den Führungsspielern, wenn denn Tendenzen erkennbar sind, frühzeitig entgegen zu wirken."

Die Erfahrung des Vorjahres, als Dynamo nach einem Höhenflug abstürzte, sei dabei ungemein hilfreich.

Bereits der Auftakt beim FC Rot-Weiß Erfurt, das in der Winterpause mit dem 48-jährigen Stefan Krämer einen neuen Trainer verpflichtet hat, kann ein Wegweiser für das große Ziel Aufstieg sein.

"Die gesamte Restrückrunde wird kein Selbstläufer. Maßgeblich ist, dass wir unsere PS, unser Potenzial auf die Straße bringen."

Und da heißt es bis zum Schluss: Vollgas geben! Ist auch nur der kleinste Schlendrian erkennbar, macht Minge ganz schnell wieder "den Sammer"!

Fotos: Lutz Hentschel (4)


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