Mannschaft begeistert von Dynamos Duljevic: "Er wird uns noch viel Freude bereiten"

Haris Duljevic gab gegen Fürth sein Startelf-Debüt.
Haris Duljevic gab gegen Fürth sein Startelf-Debüt.  © Lutz Hentschel

Dresden - Auch wenn bei Dynamo mit dem 1:1 gegen den Liga-Letzten Greuther Fürth keiner so recht zufrieden sein konnte, gab es doch ein paar schwarz-gelbe Lichtblicke. Einer war zweifellos Haris Duljevic.

Der Bosnier feierte sein Startelf-Debüt und hatte an der zumindest streckenweise doch recht ansprechenden spielerischen Leistung der Mannschaft entscheidenden Anteil. Zusammen mit Philip Heise machte er über die linke Seite Betrieb und sorgte für Offensivgefahr.

Es war kein Zufall, dass er das 1:0 mit einem Pass auf Heise einleitete. Technisch versiert, schlitzohrig und robust im Zweikampf, mit einem guten Antritt und einem Auge für die Schnittstellen - der 23-jährige Nationalspieler Bosniens deutete an, dass Sportdirektor Ralf Minge mit der Verpflichtung nicht ganz falsch lag.

Und seiner Einschätzung: „Haris ist ein flexibler Offensivspieler, der mit seinem Tempo, Dribblings und seinem kraftvollen Spiel nach vorn den Konkurrenzkampf und die Qualität in unserer Mannschaft noch einmal erhöhen kann.“

Nach 63 Minuten war bei Duljevic allerdings der Akku leer, die Kraft alle. Bevor er nach Dresden kam, hatte er sich nur individuell fithalten können, nachdem sein Vertrag in Sarajevo nicht verlängert wurde.

Mit kurzen, wendigen Richtungswechseln ließ Haris Duljevic seine Gegenspieler immer wieder ins Leere laufen.
Mit kurzen, wendigen Richtungswechseln ließ Haris Duljevic seine Gegenspieler immer wieder ins Leere laufen.  © Lutz Hentschel

„Ihm fehlt also ein gutes Stück der Vorbereitung. Man konnte schon sehen, dass er dieses Wettkampf-Niveau schon eine Weile nicht mehr in den Beinen hat“, sagte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus, der dennoch recht zufrieden mit Duljevic war.

Bei den Mitspielern klang das noch positiver. „Er hat eine überragende Dynamik und ist ein sehr guter Fußballer, der links wie rechts spielen kann. Er hilft uns auf jeden Fall“, meinte Heise.

Einziges Manko: Duljevic spricht kein Wort Deutsch. „Obwohl er unsere Sprache nicht spricht, passt das schon sehr gut. Er gewöhnt sich schnell an uns und wir an ihn“, sagt Heise.

Kapitän Marco Hartmann hatte ebenfalls viel Lob für den Neuzugang übrig: „Man merkt, dass er sich von Tag zu Tag fitter fühlt und viel mehr seine Aktionen startet. Es war schon beim Test in Usti zu sehen, dass er eine sehr gute Physis hat, sich gut durchsetzen, behaupten kann, schnell ist."

Und weiter: "Ich glaube, dass wir noch viel Freude an ihm haben werden. Weil er auch ein feiner Mensch ist. Viele Worte kann ich mit ihm noch nicht wechseln, aber er hat immer ein Lächeln auf dem Gesicht und versucht, sich der Mannschaft unterzuordnen. Und das ist sehr, sehr gut.“

Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus schien mit seinem bosnischen Neuzugang recht zufrieden zu sein.
Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus schien mit seinem bosnischen Neuzugang recht zufrieden zu sein.  © Lutz Hentschel

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