Niklas hat das Bayern-Gen, aber...

Niklas Kreuzer (l.) hatte es im Derby oft mit Manuel Farrona-Pulido zu tun.
Niklas Kreuzer (l.) hatte es im Derby oft mit Manuel Farrona-Pulido zu tun.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Er hatte den wohl verzwicktesten Job beim Ostduell mit dem 1. FC Magdeburg. Niklas Kreuzer musste sich meist mit dem quirligen Manuel Farrona-Pulido beschäftigen.

Einen Sack Flöhe zu hüten wäre nicht viel schwieriger gewesen.

Doch Dynamos Außenverteidiger erledigte seine Aufgabe gut, auch wenn Magdeburgs Flügelflitzer der zwischenzeitliche Ausgleich gelang. Kreuzer stand zum fünften Mal in dieser Saison in der schwarz-gelben Startelf.

Gerade seine Position ist hart umkämpft - am Sonnabend erwischte Nils Teixeira mal wieder einen Bankplatz. Das Wechselspiel dürfte weitergehen, weil eben Kreuzer, Texeira und Fabian Müller auf einem Level spielen.

Das Spiel gegen München war für Kreuzer ein Highlight. Trotz Bayern-Gen konnte er im Sommer aber Cristiano Ronaldo nicht stoppen.
Das Spiel gegen München war für Kreuzer ein Highlight. Trotz Bayern-Gen konnte er im Sommer aber Cristiano Ronaldo nicht stoppen.

In der Vorsaison gehörte Kreuzer zu den Gewinnern, den Aufsteigern. Aber trotz einer starken Vorbereitung war er im Sommer unter Trainer Uwe Neuhaus seinen Stammplatz los.

„Klar ist man dann enttäuscht, aber ich habe nie an mir gezweifelt“, verriet der 22-Jährige dem Stadionmagazin „Kreisel“.

Und, dass das Benefizspiel gegen die Bayern ein ganz besonderes für ihn, den Sohn des ehemaligen Bayern-Abwehrspielers Oliver Kreuzer, gewesen sei.

Bis zu seinem vierten Lebensjahr lebte Niklas in seiner Geburtsstadt München: „Mein Vater hat immer gesagt: Einmal Bayern, immer Bayern. Man verinnerlicht dieses Gen.“

Im „Kreisel“ berichtete Kreuzer jr. auch von einer Begegnung der besonderen Art. Bei einem Kurztrip nach Südfrankreich lief ihm nämlich Portugals Real-Superstar Cristiano Ronaldo über den Weg, der mit seiner Yacht einlief.

„Das war schon unfassbar, ihn mal live zu sehen. Er lief am Strand direkt an uns vorbei, aber er hatte ein paar Sicherheitsleute dabei, die dafür gesorgt haben, dass ihn keiner filmt. Insofern hatte ich dann auch nicht wirklich den Mut, hinzugehen, um ein Foto zu machen.“

Aber wer weiß, vielleicht gelingt es ihm in seiner Karriere ja irgendwann mal, „CR7“ auf dem Platz zu stoppen.

Da bekam der kleine Niklas schon das „Bayern-Gen“: Seine Eltern Oliver und Sybille im März 1993 mit ihrem Baby.
Da bekam der kleine Niklas schon das „Bayern-Gen“: Seine Eltern Oliver und Sybille im März 1993 mit ihrem Baby.

Fotos: Lutz Hentschel, imago


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