Wie damals! Ex-Dynamo Janßen kämpft wieder gegen den Abstieg

Neben „Zettel-Ewald“ Lienen (r.) ist Olaf Janßen mehr als nur Co-Trainer beim FC St. Pauli.
Neben „Zettel-Ewald“ Lienen (r.) ist Olaf Janßen mehr als nur Co-Trainer beim FC St. Pauli.  © Lutz Hentschel

Hamburg/Dresden - Wenn Dynamo am Sonntag beim FC St. Pauli antritt, gibt‘s ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Ex-Dynamo-Trainer Olaf Janßen.

Seit Anfang November ist der 50-Jährige die rechte Hand von Cheftrainer Ewald Lienen beim FC St.Pauli. Janßen ist allein nach Hamburg gekommen, seine Frau und die fünf Kinder sind in Köln geblieben.

Eigentlich ist der frühere Chef der Dresdner mehr als ein Co-Trainer. Denn Janßen ist der Taktik-Boss bei den Kiezkickern. „Ich arbeite mit den Jungs am Spiel mit dem Ball, aber auch am Spiel gegen den Ball“, erklärt der 50-Jährige. „Auch an den Standardsituationen bin ich dran.“

Dass Janßen dabei laut werden kann, ist vielen noch aus dessen Zeit an der Elbe in bester Erinnerung. Eine weitere Spezialität von Janßen ist die Videoanalyse. Fehler des Teams und die Eigenheiten des kommenden Gegners werden peinlich genau gecheckt.

„Ich bin akribisch und analytisch“, sagt Janßen, der über 20 Trainer in seiner Karriere als Fußballer hatte. „Von Morten Olsen und Christoph Daum habe ich am meisten mitgenommen“, sagt er.





In seiner Zeit bei Dynamo wollte 
Olaf Janßen manchmal gar nicht mehr hinsehen. Am Ende konnte er den Abstieg aus 
der 2. Bundesliga nicht verhindern.
In seiner Zeit bei Dynamo wollte Olaf Janßen manchmal gar nicht mehr hinsehen. Am Ende konnte er den Abstieg aus der 2. Bundesliga nicht verhindern.  © Robert Michael

Die Dresdner konnten Janßens Stellung im Trainerteam übrigens schon live miterleben. Im Wintertrainingscamp in Spanien kickten die Hamburger wie Dynamo im Marbella Football Center - gegenseitiges Spionieren war also nicht besonders schwierig. Janßen jedenfalls agierte auf der Bank lautstark, gab immer wieder Abweisungen - während „Zettel-Ewald“ akribisch alles notierte...

Im Kampf gegen den Abstieg sieht er mit St. Pauli langsam Licht am Ende des Tunnels. Nach dem Überraschungssieg in Braunschweig sind die Hamburger nur noch drei Punkte weg von Platz 16. „Wir schaffen den Klassenerhalt“, glaubt Janßen. „Wir brauchen zwischen 35 und 40 Punkte.“ Das heißt aber auch: Mindestens 21 Zähler fehlen noch.

An Dynamo hat Janßen nicht die besten Erinnerungen. Schließlich stieg er mit den Schwarz-Gelben vor zweieinhalb Jahren ab. Trotzdem sagt er: „Es war eine schöne Zeit - mit einem beschissenen Ende.“

Beim FC St. Pauli könnte Janßen dagegen bald auch offiziell Cheftrainer werden. Und Ewald Lienen im Sommer ablösen.

Findet Olaf Janßen - hier in seiner Dresdner Zeit - noch ein paar Infos über 
Dynamo in der Mappe?
Findet Olaf Janßen - hier in seiner Dresdner Zeit - noch ein paar Infos über Dynamo in der Mappe?  © Lutz Hentschel

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