Gipfeltreffen in Osnabrück! Wer stoppt Ex-Dynamo Savran?

Die letzten beiden Siege von Osnabrück besorgte Halil Savran fast im Alleingang.
Die letzten beiden Siege von Osnabrück besorgte Halil Savran fast im Alleingang.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Knackt Dynamo Mittwochabend die 60-Punkte-Marke? Die Schwarz-Gelben müssen ab 20.30 Uhr (live im MDR) beim VfL Osnabrück ran - es ist das Spitzenspiel der 3. Liga.

Und es ist das Duell der besten Offensive (insgesamt 55 Treffer) gegen die derzeit beste Abwehr. In den vergangenen fünf Partien kassierten die Männer von der Bremer Brücke nicht einen Gegentreffer! Das beeindruckt auch Dynamos Trainer Uwe Neuhaus: „In den letzten 15 Spielen haben die zwölf Mal zu null gespielt - das ist eine Sensation, eine richtig starke Nummer. Das zeigt, wie gut diese Mannschaft derzeit funktioniert.“

Die Erfolgsserie des VfL Osnabrück in der 3. Liga trägt noch einen Namen: Halil Savran. Die letzten beiden VfL-Siege (jeweils 2:0) beim SV Wehen und gegen Magdeburg besorgte der frühere Dresdner fast im Alleingang. Dreimal war der 30-Jährige in den beiden Spielen erfolgreich.

Ob sich Michael Hefele am Mittwoch um Savran kümmert? Oder doch eher sein Nebenmann Giuliano Modica?
Ob sich Michael Hefele am Mittwoch um Savran kümmert? Oder doch eher sein Nebenmann Giuliano Modica?

Trotzdem bleibt der Deutsch-Türke, der es bisher auf acht Saisontreffer gebracht hat, auf dem Teppich. „Es ist zweitrangig, ob ich am Mittwoch treffe“, meint er bescheiden.

Dazu passt, was sein Trainer Joe Enochs über den Goalgetter sagt. „Halil ist nicht nur wegen seiner Tore für uns wertvoll“, betont der Coach. „Er arbeitet auch unheimlich viel für das Team.“

Einen VfL-Sieg gegen Dynamo will Savran nicht voraussagen. „Ich kann nicht garantieren, dass wir gewinnen“, erklärt der Goalgetter. „Ich hoffe nur, dass es ein Top-Spiel wird.“ Duelle gegen die Schwarz-Gelben sind für Savran immer noch etwas ganz Spezielles.

„Dresden war meine erste Profistation, deshalb werde ich immer eine besondere Beziehung zu Dynamo haben“, sagt der Stürmer bewegt. „Der Verein hat mir damals die Tür geöffnet, dafür bin ich nach wie vor sehr dankbar.“

Zwischen 2008 und 2010 spielte Savran für Dynamo. Unvergessen, wie ihm damals das erste Tor in der neugegründeten 3. Liga gelang. Heute wird er all das für 90 Minuten vergessen. Dann will Savran wieder treffen. Diesmal aber für den VfL und den Aufstieg in die 2. Liga.

Am Mittwoch aber gilt es für die Sachsen, ihren Ex-Stürmer zu stoppen. Wird aller Voraussicht nach eine Aufgabe für Giuliano Modica. Der Italo-Argentinier zählt mittlerweile zu den besten Innenverteidigern der 3. Liga.

Behilflich wird ihm dabei sein Abwehrkollege Michael Hefele sein, auch wenn dann mit ihm und Savran zwei echte Heißsporne aufeinandertreffen...

Fotos: Lutz Hentschel; Picture Point/Roger Petzsche


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