Schäfer weg? "Das wäre ein ernsthafter Verlust"

Leitet er bald die Geschicke bei Fortuna Düsseldorf? Die Zeichen verdichten sich, dass Robert Schäfer nicht in Dresden bleibt.
Leitet er bald die Geschicke bei Fortuna Düsseldorf? Die Zeichen verdichten sich, dass Robert Schäfer nicht in Dresden bleibt.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Geht er oder bleibt er? Robert Schäfer ist derzeit die wichtigste Personalie bei Drittliga-Tabellenführer Dynamo Dresden.

Der kaufmännische Geschäftsführer, der seit Mai 2014 für die Schwarz-Gelben arbeitet, wird seit Wochen als neuer Vorstandsboss beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf gehandelt. Schäfer selbst dementierte bisher immer.

Dynamos Präsident Andreas Ritter bestätigte nun aber, dass an den „Gerüchten“ doch etwas dran ist. „Es ist wohl so, dass es Gespräche zwischen Robert Schäfer und Fortuna Düsseldorf gegeben hat“, sagte er gegenüber Radio Dresden.

Deshalb wird sich auch das oberste Gremium des Vereins mit der Sache beschäftigen. „Ich habe daraufhin den Aufsichtsrat gebeten, kurzfristig, also spätestens in dieser Woche, eine Aufsichtsratssitzung durchzuführen, um sich mit der Problematik zu beschäftigen.“

Präsident Andreas Ritter (l.) bestätigt, dass eine Anfrage von Fortuna vorliegt.
Präsident Andreas Ritter (l.) bestätigt, dass eine Anfrage von Fortuna vorliegt.

Ein Abgang Schäfers, der bei Dynamo noch einen Vertrag bis 2018 besitzt, in Düsseldorf als bezahlter Vorstandsvorsitzender aber fast uneingeschränkte Macht und natürlich ein deutlich höheres Gehalt haben würde, träfe die Schwarz-Gelben in einer entscheidenden Phase.

„Es stehen wichtige Aufgaben an wie die Lizenzierung“, mahnt Ritter. Zudem hatte sich Schäfer vorgenommen, bis zum Sommer die Kölmel-Schulden zu tilgen und Dynamo erstmals seit vielen Jahren schuldenfrei zu machen.

„Er hat hier hervorragende Arbeit geleistet“, lobt Ritter den 39-jährigen Juristen. „Das wäre ein ernsthafter Verlust für den Verein. Aber noch ist es nicht so weit. Er hat ja noch einen gültigen Vertrag mit gewissen Fristen.“

Sollte Fortuna also Schäfer sofort haben wollen, könnte sogar eine Ablösesumme fällig werden - bei einem Dynamo-Geschäftsführer wäre das zumindest mal ein Novum.

Ritter widersprach übrigens gleichzeitig, dass es schon Kandidaten für die Nachfolge Schäfers geben würde: „Das ist Schall und Rauch.“

Fotos: Lutz Hentschel


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