"Goalgia" ist bei Dynamo noch lange nicht am Limit

"Goalgia" kann nicht nur Tore schießen, sondern auch noch super Pizza backen. 
"Goalgia" kann nicht nur Tore schießen, sondern auch noch super Pizza backen.   © Lutz Hentschel

Dresden – Gefühlvoll knetet Akaki Gogia den Teig, breitet ihn auf der großen Küchenplatte aus und bringt exakt die 180 Gramm Mozzarella auf die Waage, die er anschließend auf seiner eigenen Pizza verteilt. Tomaten und Schinken noch drauf, ab in den Ofen und fertig: Unser Spieler des Monats hat definitiv das Talent zum Pizzabacken. 

„Das ist die beste, die ich jemals gesehen habe“, scherzt Dynamos Mittelfeldspieler nachdem er das riesige „Wagenrad“ selbst zubereitet hat. Am Mittwoch durfte er zum ersten Mal in die Küche der am 11. November neu eröffneten L’Osteria im Prager Carrée und sich die für das Restaurant typische Megapizza (45 Zentimeter Durchmesser) nach Belieben zusammenstellen. Mithilfe von Restaurantleiter Marcus Gehler (26) hat das auch super funktioniert.

Eine Pizza darf es mal sein, doch auf Fast Food, Chips und Süßigkeiten steht der 24-Jährige, der in seinem Leben noch nie einen Schluck Alkohol angerührt hat, gar nicht.

Zusammen mit dem Restaurantleiter der L'Osteria Marcus Gehler (26, r.) knetet "Andy" den Teig. 
Zusammen mit dem Restaurantleiter der L'Osteria Marcus Gehler (26, r.) knetet "Andy" den Teig.   © Lutz Hentschel

In Dresden lieben ihn die Fans allerdings nicht aufgrund seiner Kochkünste, sondern dank seinen außergewöhnlichen fußballerischen Fähigkeiten, mit denen er in den vergangenen Wochen Dynamo jede Menge Freude bereitet hat. 

Das honorierten die Anhänger nun, indem sie Gogia zum Spieler des Monats November wählten. „Es freut mich, aber nach dem letzten Monat hätte es jeder von uns verdient“, gibt sich „Andy“ bescheiden.

Im November lief der Tormotor bei „Goalgia“ mit den insgesamt vier Treffern gegen Fortuna Düsseldorf (3:0) und Greuther Fürth (2:1) richtig auf Hochtouren. Eigentlich wären es sogar fünf, doch das 1:0 gegen den VfL Bochum wurde ihm „geklaut“. 

Er liebt die Atmosphäre im Stadion, vor allem die Stimmung beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig, in dem Dynamo 0:2 zurücklag und am Ende noch 3:2 siegte, hat ihn beeindruckt. 

„Es ist wirklich so, dass du dann die zweite Luft bekommst. Du hast das Gefühl, dass noch richtig was geht“, erklärt er die Magie solcher Momente.

Der Spaß durfte beim Pizzabacken natürlich auch nicht zu kurz kommen. 
Der Spaß durfte beim Pizzabacken natürlich auch nicht zu kurz kommen.   © Lutz Hentschel

In den kommenden Wochen will er mit den Schwarz-Gelben so viele Punkte wie möglich holen, denn er weiß, dass noch gar nichts erreicht ist. „Wir müssen jede Woche Gas geben, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen“, ist ihm klar. 

Persönlich sieht er sich noch lange nicht am Limit, sondern will stetig auch das verbessern, was er schon gut kann. 

Eine Schwachstelle hat er jedoch ausgemacht: „Mein Kopfballspiel!“. Mit seinen 1,78 Metern ist er kein Kopfballungeheuer, aber was nicht ist, das kann ja noch werden.

Ein „Torziel“ hat sich Gogia nicht gesetzt, aber am liebsten würde er mit den Jungs die nächsten Gegner auch einfach „wegbacken“. 

Das wird schon am Sonnabend bei 1860 München ein hartes Stück Arbeit, aber wenn er die so akkurat verrichtet wie das Backen seiner Pizza, dann dürfte Dynamo nicht bange sein, dass „Goalgia“ wieder zuschlägt. 

Gogia warf seine Teig schon fast wie ein Profi in die Höhe. 
Gogia warf seine Teig schon fast wie ein Profi in die Höhe.   © Lutz Hentschel

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