Dynamos Sturm-Duo: Zusammen funktionieren sie am besten

Gegen Aue will Testroet (l.) gern von Anfang an spielen. Ob er darf?
Gegen Aue will Testroet (l.) gern von Anfang an spielen. Ob er darf?  © Lutz Hentschel

Dresden - Nach dem 1:2 gegen Hannover war es wieder da, dieses Thema: Sollte Dynamo weiter mit einer Spitze oder doch besser gleich mit zwei Stürmern agieren?

Als Pascal Testroet nach der Gästeführung in die Partie kam, ging sofort ein Ruck durch die Mannschaft. Prompt war „Paco“ am Ausgleich zum 1:1 entscheidend beteiligt, legte ausgerechnet für seinen Konkurrenten Stefan Kutschke auf. Der hatte keine Probleme, sein siebentes Saisontor zu erzielen.

„Fußball ist für mich Teamsport. Ich hatte eine 85-prozentige Chance, Stefan eine 110-prozentige. Ich habe gegen Braunschweig schon bewiesen, dass ich da rüberlege, und auch heute wieder. Der Erfolg geht für mich über alles“, sagte ein dennoch geknickter Testroet.

Der würde nämlich liebend gern mal wieder in der Startelf stehen: „Ich will von Beginn an spielen. Aber klar, wenn ich nur von der Bank kommen darf, dann versuche ich meine Minuten, die ich kriege, zu nutzen. Was anderes bleibt mir ja gar nicht übrig, als mich für den Trainer anzubieten.“





Oft dürfen sie nicht gemeinsam auf den Platz: In Hannover durften Kutsche (l.) und Testroet 20 Minuten zusammen ran.
Oft dürfen sie nicht gemeinsam auf den Platz: In Hannover durften Kutsche (l.) und Testroet 20 Minuten zusammen ran.  © Lutz Hentschel

In der Winterpause hatte Trainer Uwe Neuhaus in Aussicht gestellt, ab und an das System zu wechseln und auf zwei Spitzen umzustellen. In den vier Zweitliga-Spielen 2017 verzichtete er in der Startelf darauf.

Einige Zahlen jedenfalls würden für ein Angriffsduo sprechen. Denn Kutschke und Testroet funktionieren zusammen am besten. Zehn Treffer erzielten Kutschke (7) und Testroet (3) bisher in der Liga - bei sieben von denen standen beide gemeinsam auf dem Platz. Neuhaus könnte dagegenhalten: Bei acht gemeinsamen Auftritten trafen beide nicht...

„Die Umstellung auf zwei Spitzen hat super geklappt“, betonte Testroet trotzdem noch einmal. Kutschke hatte vorher allein zwei Großchancen versemmelt. „Das muss ich auf meine Kappe nehmen, dass wir zur Halbzeit noch nicht führen“, gab er im Dynamo-TV unumwunden zu.

Beim brisanten Sachsenderby könnte Neuhaus die „Veilchen“ durchaus überraschen, sollte er Kutschke und Testroet gleich gemeinsam loslassen. „Ich hoffe jede Woche drauf, gebe Gas, biete mich an. Vielleicht klappt‘s ja in Aue. Wir konnten lange nicht dort gewinnen. Aber ich habe gute Erfahrungen, letztes Jahr dort getroffen“, bringt Testroet ein weiteres Argument.

Ob er damit seinen Chef umstimmen kann, bleibt natürlich offen: „Die beiden, das ist schon in Ordnung“, sagt Neuhaus nur...


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