Oh, du fröhliche...! Dynamo sackt den Dreier vorm Fest ein

Pascal Testroet bejubelt das 1:0 und seinen neunten Saisontreffer.
Pascal Testroet bejubelt das 1:0 und seinen neunten Saisontreffer.

Von Tina Hofmann

Dresden - Jetzt kann Weihnachten für Dynamo kommen! Der Aufstiegsanwärter hat rechtzeitig vor dem Fest den Remis-Fluch besiegt und sich selbst mit drei Punkten einen perfekten Jahresabschluss beschert.

Mit einer bärenstarken Leistung, die vor allem von unbändigem Willen und viel Leidenschaft geprägt war, setzte sich das Team von Trainer Uwe Neuhaus am Donnerstagabend vor 25.775 Zuschauern im Stadion Dresden mit 2:1 (2:1) gegen die Würzburger Kickers durch.

Die Schwarz-Gelben ließen das Siegergen der vergangenen Monate wieder aufblitzen und nach fünf Unentschieden in Serie schossen Pascal Testroet (27. Minute) und Justin Eilers (45.) ihr Team zum verdienten Sieg. Zwischenzeitlich hatte Joannis Karsanidis (37.) den Ausgleich markiert.

Würzburg feiert den zu diesem Zeitpunkt völlig überraschenden Ausgleich.
Würzburg feiert den zu diesem Zeitpunkt völlig überraschenden Ausgleich.

Kurz vor der Weihnachtspause vertraute Neuhaus der gleichen Elf, die auch schon beim 1:1-Unentschieden beim VfB Stuttgart II zum Rückrundenauftakt auf dem Rasen stand.

Eine Woche vor der Bescherung gab es für die Fans Entertainment pur. Von Beginn an mussten die Dynamos hellwach sein, denn Würzburg stand extrem diszipliniert und kompakt, schaltete nach Ballverlust der Schwarz-Gelben blitzschnell um.

Das Neuhaus-Team behielt aber die Nerven, blieb geduldig - ganz im Gegensatz zum Coach, der an der Seitenlinie nach dem vierten harten Einsteigen in Folge den verbalen Schlagabtausch mit dem Linienrichter eröffnete.

Nach guten 20 Minten schien der Gastgeber das Mittel gegen den Aufsteiger gefunden zu haben. Mit viel Tempo versuchte Dynamo Druck aufzubauen und wurde mit dem 1:0 belohnt.

Nach einem genialen Pass von Marvin Stefaniak auf Andreas Lambertz, der sich still und heimlich durch die Kickers-Abwehr geschlichen hatte, legte der Routinier mit viel Auge auf Testroet ab, der es mit seinem neunten Saisontor dankte.

Während Hefele mit Schmerzen im Unterleib auf dem Boden liegt, netzt Eilers ein.
Während Hefele mit Schmerzen im Unterleib auf dem Boden liegt, netzt Eilers ein.

Exakt zehn Minuten später kam jedoch das große Entsetzen im Stadion. Michael Hefele hatte per Kopfball geklärt und den Ball direkt vor die Füße von Karsanidis serviert, der nicht lange fackelte, abschloss und Janis Blaswich im Tor überraschte.

Nach einer kurzen Phase der Nervosität, in der Christopher Bieber (41.) die Latte traf, kämpfte sich Dynamo zu einer Reaktion.

Denn an diesem Donnerstagabend zeigte sich der Gasteber so hungrig, aggressiv und gierig auf den Sieg, wie man es seit Saisonbeginn schon fast gewohnt war.

Das psychologisch so wichtige 2:1 vor der Pause war an Kuriosität kaum zu überbieten.

Nach einem Stefaniak-Freistoß köpfte Quirin Moll den Tormann an, Niklas Kreuzer streckte daraufhin Hefele mit einem Schuss in den Intimbereich nieder, doch von dort ging der Ball zu Eilers. Und der Goalgetter vollstreckte mit seinem 15. Saisontor.

In einer hart umkämpften, aber torlosen zweiten Halbzeit musste Dynamo vor allem in den letzten zehn Minuten um den Sieg zittern, doch mit viel Einsatz und auch ein wenig Glück blieben die drei Punkte in Dresden.

Fotos: dpa/Sebastian Kahnert; Lutz Hentschel


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