Schlägt bei Dynamo jetzt die Stunde der Reserve?





Marcel Hilßner (am Ball) zeigte wie hier gegen München schon ein paar gute 
Ansätze.
Marcel Hilßner (am Ball) zeigte wie hier gegen München schon ein paar gute Ansätze.  © Lutz Hentschel

Dresden - Noch zwei Spiele müssen sie sich bis zum Saisonende „quälen“, sich zusammenreißen. Dabei können die Dynamos in der 2. Bundesliga das neue Saisonziel Tabellenplatz 5 noch aus eigener Kraft schaffen. Falls die reicht.

Trainer Uwe Neuhaus hatte einen deutlich erkennbaren Verschleiß bei einem Großteil seiner Spieler ausgemacht und kündigt deshalb Konsequenzen und personelle Wechsel an: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man definitiv mal was verändern kann. Wir hatten die Hoffnung, die eingespielte Formation kann‘s noch richten.“

Danach sah‘s zuletzt allerdings nicht aus. „Wir habe uns schon Gedanken gemacht, dass der eine oder andere frische Spieler reinkommt“, kündigt Neuhaus für die Auswärtspartie in Karlsruhe an.

Der Coach habe schon einige Zeit überlegt, diesen Schritt zu gehen.

Marcos Alvarez zählt bisher nur zu den Reservisten. Ändert sich das jetzt noch?
Marcos Alvarez zählt bisher nur zu den Reservisten. Ändert sich das jetzt noch?  © Lutz Hentschel

„Aber für Aosman oder Hauptmann ist es vom Selbstvertrauen her nicht gut, sie rauszunehmen. Das ist immer ein Zwiespalt.“ In den letzten beiden Partien könnte jetzt jedoch noch die Stunde der Reserve schlagen, könnte sich der eine oder andere in Hinblick auf die neue Saison zeigen.

Marcel Hilßner zum Beispiel, der gegen 1860 München nach 67 Minuten in die Partie kam. Der 22-Jährige hat bei Dynamo noch einen Vertrag bis 2019. Marcos Alvarez, zuletzt für Marvin Stefaniak eingewechselt (64.), kann sich ebenso Hoffnung machen, mal von Beginn an dabei zu sein.

Mental ist er jedenfalls frisch: „Das Feuer war in dieser Mannschaft nie aus“, betont er.

Für Nils Teixeira geht die Reise bei Dynamo leider zu Ende. Dennoch saugte er die kurze Einsatzzeit gegen 1860 auf: „Es ist immer ein Traum, auf dem Platz stehen zu dürfen. Das Gras zu riechen, diese Stimmung von außen. Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich ein paar Minuten genießen durfte. Schade, dass es so wenige waren.“

Vielleicht werden es noch ein paar mehr - Neuhaus hatte zumindest angekündigt, „Tex“ einen würdigen Abschied zu geben.

Soll von Coach Neuhaus (r.) einen "würdigen Abschied" bekommen: Nils Teixeira.
Soll von Coach Neuhaus (r.) einen "würdigen Abschied" bekommen: Nils Teixeira.  © Lutz Hentschel

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