1:3 gegen St. Pauli! Dynamo rutscht böse ins neue Jahr

Markus Schubert im Dynamo-Tor war beim ersten Gegentreffer machtlos. Florian Ballas baut ihn dennoch auf.
Markus Schubert im Dynamo-Tor war beim ersten Gegentreffer machtlos. Florian Ballas baut ihn dennoch auf.  © Lutz Hentschel

Dresden - Flutlicht, fast volles Haus und eine tolle Atmosphäre: Alles war am Donnerstagabend bereitet für ein Fußballfest im DDV-Stadion, doch Dynamo gab den Spielverderber und kassierte zum Auftakt des neuen Jahres die erste Niederlage - und was für eine bittere!

Das Team von Trainer Uwe Neuhaus unterlag vor 28.706 Zuschauern dem FC St. Pauli mit 1:3 (0:1). Waldemar Sobota (8. und 82. Minute) und der eingewechselte Richard Neudecker (71.) machten den Sieg für die Hamburger perfekt. Das 1:3 in der 88. Minute, das Lucas Röser zugesprochen wurde, war nur noch Ergebniskosmetik.

Die Schwarz-Gelben kassierten damit ihre achte Saisonpleite und müssen sich am Sonntag beim Auswärtsspiel beim SV Sandhausen gehörig steigern, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Während die 1:4-Niederlage im Vorbereitungsspiel gegen Mlada Boleslav keiner überbewerten wollte, so zeigte sich am Donnerstag, dass eine solch schwache Leistung in dieser brutal starken Liga nicht zum Punkten reicht.

Das Team leistete sich teilweise haarsträubende Fehler, Markus Schubert, der zwischen den Pfosten sein Debüt im deutschen Unterhaus gab, konnte einem nur leid tun.

Sobota trifft in der ersten Hälfte zur Führung für den FC St. Pauli

Erich Berko und seine Mitspieler hatten es am Donnerstagabend richtig schwer.
Erich Berko und seine Mitspieler hatten es am Donnerstagabend richtig schwer.  © Lutz Hentschel

Neuhaus hatte die Kiez-Kicker defensiv erwartet, sprach vor der Partie davon, dass Dynamo viel Geduld zeigen müsse und sich im Mittelfeld keine Ballverluste leisten dürfe.

Doch St. Pauli spielte keineswegs abwartend, griff an, anstatt nur kompakt hinten drinzustehen und überraschte die Dresdner damit im eigenen Stadion. Nach nur acht Minuten musste Schubert bei seinem Zweitliga-Debüt das erste Mal hinter sich greifen.

Dabei war der 19-jährige Debütant aus dem eigenen Nachwuchs beim Gegentreffer machtlos. Nach einem Einwurf spazierte Nehrig durchs Mittelfeld, passte auf Zander und Sobota hielt einfach mal drauf - Tor.

Dynamo tat sich spielerisch schwer, die von Neuhaus geforderte Präzision im letzten Drittel war nicht zu sehen. Stürmer Peniel Mlapa konnte sich nur selten anbieten, die Vorstöße von Berko wurden geblockt und jede Ecke von Heise landete halbhoch am ersten Pfosten.

So waren die Hausherren lediglich per Distanzschuss gefährlich, wobei Seguin aus 20 Metern die beste Gelegenheit hatte, doch Himmelmann den Ball über die Latte lenkte (31.).

Dynamo Dresden leistet sich in der zweiten Hälfte eklatante Fehler

Peniel Mlapa (links) konnte nicht für die erhoffte Torgefahr im Dynamo-Sturm sorgen.
Peniel Mlapa (links) konnte nicht für die erhoffte Torgefahr im Dynamo-Sturm sorgen.  © Lutz Hentschel

Zur zweiten Halbzeit schickte der Coach die gleiche Elf auf den Platz, überraschend blieb Duljevic schon zu Beginn der Partie auf der Bank.

Es dauerte jedoch keine zehn Minuten, da brachte Neuhaus den Bosnier für Sascha Horvath (54.). Zunächst schien ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen, doch im Spiel nach vorn unterliefen den Schwarz-Gelben zu viele Fehler.

Eine wirklich zwingende Torchance war nicht zu sehen, weil es bis zum letzten, gefährlichen Pass in den Strafraum gar nicht erst kam. Benatelli zog in der 69. Minute mal einfach ab, doch Lasse Sobiech fing den Schuss vorm Kasten ab.

In der 71. Minute unterlief Seguin ein folgenschwerer Fehler im eigenen Strafraum. Er schoss den Ball nicht entschlossen heraus, sondern servierte die Kugel direkt vor die Füße eines Paulianers.

Auf rechts überlief Sobota dann Ballas, in der Mitte griff keiner Torschütze Neudecker entscheidend an - 0:2. Neuhaus brachte noch Röser und Aosman, doch durch einen schweren Patzer leitete Mlapa das 0:3 ein - Sobota sagte "danke". In der 88. Minute zog Heise ab, der Treffer wurde Röser zugesprochen. Doch für eine Aufholjagd war es viel zu spät.


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