Nach Enthüllung der Pläne für Erweiterung des DDV-Stadions: Wer soll das bezahlen?

Das DDV-Stadion böte dann mehr als 40.000 Zuschauern Platz.
Das DDV-Stadion böte dann mehr als 40.000 Zuschauern Platz.  © phase10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH

Dresden - Soll das DDV-Stadion um 13.709 Plätze auf etwa 45.000 Plätze erweitert werden (TAG24 berichtete)? Die Politik hält sich mit Jubel noch zurück. Vor allem die Finanzierung rückt in den Mittelpunkt der Diskussion.

"Auf den ersten Blick ist das ein verlockendes Angebot, aber wirklich gut ist es nur dann, wenn es sich für die Stadt und Dynamo tatsächlich rechnet und wenn die Betreibergesellschaft bereit ist die Stadionverträge neu zu regeln", sagt Stadtrat Thomas Blümel (SPD).

Dahinter steht die Sorge, dass Dresden bei einer Erweiterung des DDV-Stadions, jede Chance verliert, jemals Einfluss auf den Betrieb der Arena nehmen zu können.

Ist die erst einmal erweitert, erhöht sich die Anhängigkeit von Stadt und Verein nochmals, die Chancen ein größeres Stadion kaufen zu können, sinken.

Jens Genschmar (48, FDP) würde sich über eine Erweiterung freuen.
Jens Genschmar (48, FDP) würde sich über eine Erweiterung freuen.  © Amac Garbe

Aktuell zahlt die Landeshauptstadt einen ligaabhängigen 2,3-Millionen-Euro-Zuschuss sowie weitere 1,5 Millionen Euro als Mietzuschuss an die Stadion-Projektgesellschaft als Eigentümer. Auch das würde steigen.

Dennoch überwiegt der Optimismus. "Ich freue mich, dass es diese Überlegungen gibt. Vielleicht lassen sich laufende und neue Kredite zusammenfassen. Bei dem aktuellen Zinsniveau steigt die Gesamtbelastung möglicherweise nur gering", sagt Jens Genschmar (FDP).

Seine Hoffnung: Je öfter das Stadion ausverkauft ist, desto wahrscheinlicher wird die Erweiterung.

Thomas Blümel (51, SPD)
Thomas Blümel (51, SPD)  © Steffen Füssel