Tipps vom Bruder? Röser spielt bei Dynamo jetzt auf einer neuen Position!

Dresden - Es war seine erste Spielzeit für Dynamo, seine erste Zweitliga-Saison überhaupt. Und dann gleich mit neun Treffern der Top-Torschütze im Verein.

Lucas Röser kam als Stürmer zu Dynamo und spielt nun auf der Außenbahn.
Lucas Röser kam als Stürmer zu Dynamo und spielt nun auf der Außenbahn.  © Lutz Hentschel

Nun steht Lucas Röser eine neue Aufgabe bevor, die ihm noch mehr in die Karten spielen könnte. Das Toreschießen liegt bei Familie Röser in den Genen.

Statt wie bisher im Zentrum setzt Dynamo-Coach Uwe Neuhaus seinen Top-Scorer plötzlich auf dem rechten Angriffsflügel ein - eine für Röser völlig ungewohnte Position.

"Am Anfang wirkte alles noch ein bisschen fremd. Zum Beispiel wie man nach hinten arbeiten muss", schildert der 24-Jährige. Mittlerweile hat sich Röser mit seiner neuen Aufgabe angefreundet. "Ich kann auf der Seite mehr in die Tiefe laufen und muss in der Mitte nicht mehr immer nur den Ball festmachen", erkennt er die Vorteile.

Im Endeffekt ist es Röser völlig Wurst, auf welcher Position er spielt, Hauptsache er ist dabei:

"Das ist eine neue Rolle für mich. Eigentlich sehe ich mich als zentraler Stürmer, doch solange ich auf dem Platz stehe, ist mir alles lieb."

Spielt beim KSC: Martin Röser, der Bruder von Lucas.
Spielt beim KSC: Martin Röser, der Bruder von Lucas.  © Imago

Tipps kann sich Röser von seinem Bruder Martin holen, der beim Karlsruher SC kickt. Der ist nicht nur drei Jahre älter, sondern bestens auf der Außenposition eingespielt. Umso verrückter ist der Fakt, dass Martin jetzt bei seinem Team ins Zentrum rutschte.

Im Test gegen den FC St. Pauli agierte er als den Stoßstürmer. "Es ist schon witzig, dass er vorn gespielt hat, was eigentlich meine Position ist", sagt Dynamos Röser über den Rollentausch in der Familie.

Da wird das Telefon der beiden wohl in Zukunft öfter klingeln. "Mit meinem Bruder habe ich sehr viel Kontakt, wir haben uns auch schon oft ausgetauscht - unabhängig von der Position." Jetzt dürfte es dafür einen Grund mehr geben.

Also alles bestens? Nicht ganz, denn der Abzug scheint beim Dynamo-Torjäger noch etwas zu klemmen. Zwar erzielte Röser vor vier Wochen im Test gegen Riesa, gleich einen Dreierpack, doch seitdem ist Funkstille, wollte kein Ball mehr ins gegnerische Tor.

Ärgerlich vor allem dann, wenn die interne Konkurrenz trifft. "Klar, wenn man keine Tore schießt, kann man nie zu 100 Prozent zufrieden sein."

Sorgen macht sich Röser deswegen aber nicht: "Ich weiß, dass ich noch mehr Potenzial habe, das will ich auch in diesem Jahr alles rausholen."


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