"Ein Supergefühl!“ Aber Konrad will bei Dynamo mehr als nur Ersatz sein

Der Schuss zum 1:2: Konrad markierte gegen die Lauterer den Dresdner Anschlusstreffer.
Der Schuss zum 1:2: Konrad markierte gegen die Lauterer den Dresdner Anschlusstreffer.  © Lutz Hentschel

Dresden - "I’ll be your substitute“ war und ist ein Welthit. Dynamos Manuel Konrad wird ihn zumindest in seiner Dresdner Zeit nicht mehr hören können. Schließlich will der 28-Jährige endlich mehr als nur Ersatz sein.

Beim 3:3 gegen Kaiserslautern durfte Konrad endlich mal wieder von Beginn an ran. Es war erst das zweite Mal, dass er in der Startelf stand - übrigens das zweite Mal gegen die "Roten Teufel“. Weil Kapitän Marco Hartmann wegen der 5. Gelben gesperrt fehlte, gab Trainer Uwe Neuhaus dessen Ersatz eine Einsatzgarantie.

Konrad war anzumerken, dass ihm der Spielrhythmus fehlt. Er versuchte vor allem, Fehler zu vermeiden, sah ab und an etwas unglücklich aus, auch bei Gegentreffern.

Aber er kämpfte sich in die Partie, wurde schließlich mit seinem Tor zum 1:2 belohnt.





Manuel Konrad konnte gegen Lautern seinen ersten Dynamo-Treffer bejubeln.
Manuel Konrad konnte gegen Lautern seinen ersten Dynamo-Treffer bejubeln.

"Wir haben unglaubliche Mentalität gezeigt, guten Fußball gespielt. Aber dann führst du zu Hause 3:2 - da sollte man das Ding eigentlich nach Hause schaukeln. Aber wir werden trotzdem den Blick oben behalten“, meinte der „Sechser“.

Das gilt auch für ihn selbst. Der langjährige Kapitän des FSV Frankfurt war natürlich mit ganz anderen Erwartungen nach Dresden gekommen. Ein Wechsel in der Winterpause kam trotz mehrerer Angebote nicht zustande.

Von Neuhaus gab es nach dem 3:3 ein dickes Lob für den Dauer-Ersatzmann: "Absolutes Kompliment, mit so wenig Spielpraxis so eine Leistung anzubieten. Das zeigt, dass er seine Qualitäten hat. Da bin ich hochzufrieden.“ Konrad freute sich natürlich über seine ersten 90 Minuten seit langer Zeit: "Es war ein Supergefühl. Jeder möchte spielen. Ich musste lange auf die Chance warten und bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“

Am Sonnabend in Würzburg wird Konrad zunächst wohl wieder auf der Bank sitzen. "I’ll be your substitute“...


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