Müller rechnet mit Pfiffen in Aue!

Fabian Müller (l.) trug in der vergangenen Saison noch das Veilchen-Trikot.
Fabian Müller (l.) trug in der vergangenen Saison noch das Veilchen-Trikot.

Von Thomas Nahrendorf

Dresden - Wer sechseinhalb Jahre für einen Verein seine Knochen hingehalten und sich nicht geschont hat, der hat sich eigentlich nichts vorzuwerfen. Trotzdem rechnet Dresdens Fabian Müller am Sonnabend mit Pfiffen gegen sich. Und sagt dazu auch noch: „Ich kann die eingefleischten Fans schon vorstehen.“

Einen Wechsel vom FC Erzgebirge Aue ausgerechnet zu den Dresdner Dynamos sehen wenige der lila-weißen Anhängerschaft gerne.

Trotz seiner Verdienste waren die Fans enttäuscht, als Müller im Sommer nach dem bitteren Abstieg von den „Veilchen“ ausgerechnet zu Schwarz-Gelb wechselte.

„Es wird sicherlich Pfiffe geben, aber damit komme ich klar. Das stört mich nicht, im Gegenteil“, so Müller.

Ansonsten freut er sich auf das prestigeträchtige Sachsenderby: „Das Spiel ist ausverkauft, die Stimmung wird wie immer in Aue grandios sein. Das wird eine spannende Sache.“

Müller würde mit den Dynamo-Fans am Sonnabend in Aue am liebsten einen Sieg feiern.
Müller würde mit den Dynamo-Fans am Sonnabend in Aue am liebsten einen Sieg feiern.

Müller geht von einer Partie auf Augenhöhe aus, wenn der Tabellensiebente den souveränen Spitzenreiter empfängt. „Aue hat daheim noch nicht verloren, wir sind auswärts noch ohne Niederlage. Der FCE will gewinnen, wir wollen gewinnen. Es wird auf dem Rasen heiß hergehen“, prophezeit er ein enges Match. Dass Dynamo seit fast 20 Jahren nicht mehr in Aue gewonnen hat, juckt Müller nicht sonderlich: „Das sind Statistiken, die zählen nicht.“

Der gebürtige Bayer hofft, dass er am Sonnabend auch dabei ist. Bei der Sachsenpokal-Schlacht von Auerbach am vergangenen Sonntag mit dem glücklichen Dresdner Sieg saß er verletzt auf der Tribüne. „Ich hatte Probleme mit meiner Fußsohle, konnte nicht richtig auftreten. Seit Montag stehe ich wieder voll im Training. Es wäre natürlich schön, wenn ich auflaufen könnte.“

Müller hat das Pokalspiel also nicht in den Knochen, das könnte ein Vorteil für ihn sein.

„Die schweren 120 Minuten hat man bei den Jungs Anfang der Woche schon noch gespürt, das war auf dem tiefen Platz kraftraubend. Aber bis zum Aue-Spiel ist bei allen die Power wieder da“, geht er davon aus, das Dresden wieder bis ans Limit gehen kann - und auch wird.

Foto: Picture Pint/Sven Sonntag, Lutz Hentschel, Matthias Rietschel


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