Eintracht-Anhängerin reicht Klage gegen die Stadt Darmstadt ein

300 Eintracht-Fans klagten wegen dem Hessenderby im April 2016 die Kommune Darmstadt an (Symbolbild).
300 Eintracht-Fans klagten wegen dem Hessenderby im April 2016 die Kommune Darmstadt an (Symbolbild).

Frankfurt - Der Gerichtsstreit um das Stadtverbot für Eintracht-Fans in Darmstadt angesichts des Hessenderbys im April 2016 nimmt kein Ende.

Nach Informationen der Frankfurter Rundschau (FR) hat die Stadt Darmstadt keinen der ca. 300 Eintracht-Frankfurt-Kläger in Bezug auf die Anwaltskosten für die Widersprüche entschädigt.

Nun hat die Vorsitzende des Eintracht-Frankfurt-Fanclubverbandes, Ina Kobuschinski, Klage beim Verwaltungsgericht eingelegt. Bekommt der Fan Recht, müsste die Kommune Kosten von rund 120.000 Euro tragen.

Grund für die Klage: Der DFB verhängte den Frankfurter Fans eine Strafe, weshalb sie bei der Partie des Bundesligaspiels, SV Darmstadt 98 gegen Eintracht Frankfurt im April 2016, nicht teilnehmen durften.

Aus Angst vor Gewalttaten verhängte die Stadt Darmstadt ein Stadtverbot, rund um die Innenstadt und um das Stadion am Böllenfalltor. Noch am Tag vor dem Hessenderby bekamen sechs Eintracht-Fans Recht, die dagegen geklagt hatten. Das Verwaltungsgericht entschied, das Stadtverbot als "offensichtlich rechtswidrig" einzustufen.

Aus dieser Rechtssprechung resultierten 300 weitere Eilanträge, welche alle rechtskräftig waren. Das kostete die Kommune 600 Euro pro Antrag. Hierbei belief sich die Endsumme auf 180.000 Euro.

Auf Nachfrage der FR antwortete die Stadt Darmstadt: "Nach der Rechtsauffassung der Stadt ist die Klage unzulässig und unbegründet".


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