Aue-Coach: Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf

Pavel Dotchev (r., mit Assistencoach Heiko Nowak) saß von 2005 bis 2008 auf der Erfurter Trainerbank.
Pavel Dotchev (r., mit Assistencoach Heiko Nowak) saß von 2005 bis 2008 auf der Erfurter Trainerbank.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Erzgebirge Aue zu Gast bei Rot-Weiß Erfurt. Für FCE-Trainer Pavel Dotchev (49) ein ganz besonderes Spiel. Er trainierte die Thüringer von 2005 bis 2008.

Läuft der Coach bei der Ankunft Gefahr, die falsche Kabinentür zu erwischen und versehentlich vor den Erfurtern zu stehen?

„Nein, dieser Gefahr ist er nicht ausgesetzt“, lacht Dotchev laut. „Der weiß schon, wo er hinlaufen muss, er war schließlich schon als Trainer von Paderborn und Münster mehrfach wieder in Erfurt.“ Und auch als Zuschauer, verrät er, war er immer mal wieder bei seinem alten Verein.

Dass es für ihn dennoch etwas Besonderes ist, versteht sich von selbst. „Ich werde dort viele Freunde wiedertreffen, das macht den Reiz der Partie aus. Es geht ja für mich auch ums Prestige. Ich freue mich auf die Partie.“

Seine Dynamik braucht das Team: Mike Könnecke ist beim Auswärtsspiel in Erfurt wieder dabei.
Seine Dynamik braucht das Team: Mike Könnecke ist beim Auswärtsspiel in Erfurt wieder dabei.

Er freut sich auf das Spiel zweier Mannschaften, die es in dieser Saison noch nicht so mit dem Toreschießen haben.

Am Wochenende spielten Aue als auch Erfurt 0:0. „Ach wissen Sie, ich mache meiner Mannschaft da überhaupt keinen Vorwurf. Sie spielte diszipliniert, agierte zweikampfstark. Es fehlte wirklich nur das Tor“, sagt er noch einmal rückblickend auf die Nullnummer gegen Rostock.

„Wir haben uns ja speziell in der zweiten Hälfte vier, fünf gute Möglichkeiten herausgespielt. Die sollten dann einfach auch für einen Sieg reichen. Aber das ist noch unser Manko, das wir aber abstellen werden.“

Dotchev hofft natürlich, dass dies schon in der Blumenstadt passiert. „Mike Könnecke wird wieder dabei sein, damit habe ich noch eine Option mehr in der Offensive.“

Und dann wäre es ihm natürlich Recht, wenn er nach dem Abpfiff in die Erfurter Kabine gehen und sich dort die Glückwünsche für den Auer Auswärtssieg abholen könnte. Auch wenn es die Freunde nicht gerne sehen würden.

Mike könnecke jubelt nach der Partie gegen Aalen mit Töchterchen Mira auf dem Arm - der Kleinen war’s im Stadion aber wohl bissel zu laut ...
Mike könnecke jubelt nach der Partie gegen Aalen mit Töchterchen Mira auf dem Arm - der Kleinen war’s im Stadion aber wohl bissel zu laut ...

Fotos: Picture Point/Sonntag


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